Windows Vista bekommt keine Hintertür
Ferguson schreibt(öffnet im neuen Fenster) in Microsofts "System Integrity Team Blog", nur über seine Leiche werde Microsoft eine Hintertür für Regierungen einbauen. Diese Haltung entspreche auch der offiziellen Linie von Microsoft. Für den Fall, dass Microsoft gesetzlich zu einer solchen Maßnahme gezwungen werde, würde man dies öffentlich kundtun oder die entsprechende Funktion gleich ganz aus dem Produkt entfernen.
Ganz allgemein seien Hintertüren nicht zu akzeptieren und im Speziellen sei keiner in seinem Team bereit, eine solche zu implementieren oder zu testen, so der für Kryptographie bei Microsoft verantwortliche Entwickler.
TCPA-FAQ-Autor Ross Anderson argumentiert derweil, mit der Einführung von Windows Vista würde die Festplattenverschlüsselung die Massen erreichen, was Strafverfolgungsbehörden vor erhebliche Probleme stellen könnte, wenn es darum geht, die Inhalte von Festplatten Verdächtiger zu analysieren, ohne dass diese ihr Passwort herausrücken.
Der Cambridge-Professor erklärte gegenüber Golem.de: "In Fällen von Missbrauch müssen Richter in der Lage sein, das Aufsperren des Rechte-Management-Mechanismus anzuordnen." Dabei ist ihm vor allem die Verknüpfung mit Trusted Computing ein Dorn im Auge: "Das TPM ist eher für Bills [Bill Gates, Anm. d. Red] Sicherheit als für meine", so Anderson gegenüber Golem.de.
Wer um seine Privatsphäre besorgt sei, solle lieber zu PGP oder schwer zu überwachenden Techniken wie Wegwerf-Mail-Accounts greifen, rät Anderson.
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