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Spieletest: Black - Zerstöre alles und jeden

Brachialer, effektgespickter Action-Shooter. Criterion Games konnten in den letzten Jahren vor allem durch die fulminante Rennspielreihe Burnout begeistern. Mit "Black" wagen sie sich nun allerdings ins Shooter-Genre vor – und präsentieren sich dabei ähnlich schnörkel- und kompromisslos wie auf der Asphaltpiste.
/ Thorsten Wiesner
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Im Mittelpunkt von Black steht der Geheimagent Jack Kellar – eine Art Ein-Mann-Armee mit deutlichen Parallelen zu Action-Helden des Schlages Rambo. Kellar muss in Osteuropa aufräumen, wo diverse Terroristen gerade für Angst und Schrecken sorgen. Zwar stehen ihm von Zeit zu Zeit auch mal ein paar leidlich intelligente KI-Kumpanen zur Seite, die meiste Zeit wütet man aber alleine durch zerstörte Großstadtschluchten, Waldpassagen, Grenzanlagen oder Industrie-Areale.

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Kellar ist kein Mann, der sich durch besonders viele akrobatische Fähigkeiten auszeichnet – eigentlich beherrscht er noch nicht einmal die grundlegendsten Übungen wie Springen oder Klettern. Seine Leidenschaft gilt einzig und allein den Schusswaffen, von denen er allerdings gerade mal zwei Exemplare gleichzeitig mitschleppen kann; bei der Wahl der bevorzugten Schießprügel lässt Black ihm dafür aber viel Spielraum: Eine AK47 lässt sich ebenso ergattern wie eine Pistole mit Schalldämpfer oder eine Schrotflinte und einiges mehr. Als Bonus gibt es von Zeit zu Zeit auch noch ein paar Granaten, die allerdings mit Bedacht eingesetzt werden müssen – sie sind nämlich gleichermaßen knapp wie effektiv.

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Black wartet zwar mit mehreren Missionen auf, die jeweils diverse Primärziele wie etwa das Stürmen von bestimmten Gebäuden oder das Zusammentreffen mit anderen Kollegen der "Black"-Zelle verlangen, in der Praxis muss diesen Zielen aber wenig Beachtung geschenkt werden – wer kontinuierlich geradeaus rennt und dabei alle Gegner ausschaltet, erfüllt sämtliche Aufgaben automatisch.

Spielerische Freiheit ist somit absolut nicht die Stärke von Black: Der Titel ist komplett linear, alternative Lösungswege gibt es eigentlich fast nie – dafür aber Horden von Kontrahenten: Selbst wer "Normal" als Schwierigkeitsgrad auswählt, wird oft über die feindliche Übermacht schimpfen oder sich wundern, wie viele Treffer ein russischer Kontrahent doch einstecken kann.

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Wenn man sich über die konstante Linearität trotzdem nicht ärgert, liegt das vor allem an der effektvollen Inszenierung von Black: Nicht nur, dass Personen und Umgebungen toll aussehen, sie sind auch noch fast komplett zerstörbar. Nach einer längeren und heftigen Schießerei wie etwa einem Häuserkampf bleiben durchlöcherte Wände, ausgebrannte Fahrzeuge und viel Schutt und Asche zurück.

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Hinzu kommen tolle Explosionsgeräusche sowie ein beeindruckend realistisches Schwerkraftverhalten etwa von Gegnern, die aus einem Fenster stürzen. Letzteres ist allerdings auch mit einer der Gründe dafür, dass Black keine Jugendfreigabe erhalten hat und somit von Personen unter 18 Jahren nicht zu erwerben ist.

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Mehr gibt es zu Black dann auch nicht zu sagen – Online- oder gar simple Mehrspieler-Modi fehlen ebenso wie alle anderen zusätzlichen Spielelemente. Dafür stimmt die Technik beeindruckenderweise auf Xbox und PlayStation 2 – das Spiel unterscheidet sich optisch auf beiden Konsolen kaum voneinander, was in diesem Fall ausnahmsweise mal keine lieblose Xbox-Fassung, sondern vielmehr eine technisch bis ans Limit gehende PS2-Version bedeutet.

Fazit:
Keine Frage, Black ist weder etwas für Taktiker noch für Spieler mit empfindsamem Gemüt – hier wird in bester Rambo-Manier alles weggeschossen, was sich einem in den Weg stellt. Linearität und unzählige verballerte Magazine sprechen da eine deutliche Sprache. Das Ganze ist allerdings derart beeindruckend inszeniert und technisch komplett fehlerfrei umgesetzt, dass man sich immer wieder gerne durch Osteuropa kämpft – und vorübergehend eben auch mal mit einem intellektuell wenig fordernden Titel sehr viel Spaß hat.


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