SmartWeb-KFZ: Auto als plaudernde Suchmaschine
Während der Fahrt trägt das System aus dem Internet alle Informationen zusammen, die für einen Autofahrer relevant sein könnten. Will dieser nun wissen, welche Tankstelle vor Ort am günstigsten ist oder wie der eigene Fußball-Club gespielt hat, kann er diese Informationen dank SmartWeb-KFZ per Spracheingabe abfragen.
Experten aus dem Siemens-Bereich Corporate Technology (CT) in München und Ingenieure vom Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (FIRST) in Berlin wollen das System in Form eines Prototypen auf der CeBIT 2006 in Hannover präsentieren. In dem vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) geförderten Projekt SmartWeb(öffnet im neuen Fenster) arbeiten 15 Partner aus Industrie und Forschung unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI) an der Nutzung des Semantic Webs.
Das KFZ-System gliedert sich in drei wesentliche Bereiche: Zum einen ist dies die Analyse von Daten aus dem Internet und deren automatische Verarbeitung zu Sprachdialogsystemen. Dahinter verbirgt sich eine Software, die sowohl in der Lage ist, einzelne Informationen zu Sätzen zu verknüpfen, als auch gesprochene Sätze in semantische Einheiten zu zerlegen und so zu verstehen. Auf diese Weise sollen natürliche Dialoge zwischen Mensch und Maschine möglich werden.
Der zweite Bereich deckt die Übermittlung dieser Informationen per Radiosignal ab, wobei der digitale Übertragungsstandard "Digital Multimedia Broadcasting" (DMB) genutzt wird. Der dritte Schritt im gesamten Prozess ist die Interaktion zwischen dem Fahrer und dem Gerät im Auto.
Zudem soll das System in der Lage sein, Videodaten auf den Bildschirm zu holen. Mitfahrer sollen beispielsweise im Menüpunkt "Fernsehprogramm" stöbern und aktuell ausgestrahlte Sendungen sehen können.
Auf der CeBIT soll SmartWeb-KFZ in Halle 9 auf dem "Mensch-Technik-Interaktionsstand" (A44) des BMBF erstmals zu sehen sein.
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