SAP-Mitarbeiter wollen keinen Betriebsrat
Nur eine kleine Minderheit stimmt für Betriebsratsgründung
Der Walldorfer Softwarekonzern SAP erhält vorerst keinen Betriebsrat. Die IG Metall hatte am Donnerstag, dem 2. März 2006, zu einer Betriebsversammlung geladen, um die Gründung eines Betriebsrates vorzubereiten. Die Mehrheit der anwesenden Mitarbeiter sprach sich aber dagegen aus.
Insgesamt 5.632 von 9.000 Mitarbeitern der SAP AG in Walldorf und St. Leon-Rot haben an der Abstimmung teilgenommen, aber nur knapp 10 Prozent waren dafür, dass es bei der SAP AG zur Wahl eines Betriebsrats kommen soll.
Die IG Metall hält dies für "eine respektable Minderheit" und will "jeden aus der SAP-Belegschaft dabei unterstützen", der die Installierung eines Wahlvorstands befürwortet - der erste Schritt auf dem Weg zur Gründung eines Betriebsrats.
Im Vorfeld der Betriebsversammlung hatte sich SAP-Gründer Dietmar Hopp besorgt geäußert. Hopp fürchtet vor allem einen von der IG Metall gesteuerten Betriebsrat, dies "widerspräche jeder Vernunft und passt nicht zur SAP-Kultur", so Hopp gegenüber der Wirtschaftswoche. Die Interessen der Belegschaft werden nach Ansicht von Hopp durch die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat vertreten. Eine Meinung, der sich offenbar ein Großteil der auf der Betriebsversammlung anwesenden SAP-Mitarbeiter anschloss.
Die IG Metall indes wehrt sich gegen die Vorwürfe der versuchten Einflussnahme: "Im Gegensatz zu den Äußerungen des Firmenmitbegründers Dietmar Hopp legen wir Wert auf die Feststellung, dass es hierbei nicht um eine externe Einflussnahme auf die Gestaltung der Arbeitsbeziehungen geht. Ein Betriebsrat besteht per Gesetz immer nur aus Mitarbeitern des Betriebes!"
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