Zahlungsausfälle machen Internethändlern zunehmend Probleme

Viele planen Verlagerung von Risikoprüfung und Inkasso auf Dienstleister

Die Zahl der Zahlungsausfälle und -verzögerungen bei Online-Händlern wächst nach den ersten Ergebnissen einer Studie des Regensburger Universitätsinstituts ibi research. Drei Viertel der Studienteilnehmer sehen denn auch die Vermeidung von Zahlungsausfällen als eine der größten Herausforderungen bei der Gestaltung von Zahlungsabwicklungsprozessen im elektronischen Handel.

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Ungefähr die Hälfte der befragten Unternehmen gab ab, dass die Häufigkeit von Zahlungsausfällen in den vergangenen beiden Jahren wuchs. Um das Risiko eines Zahlungsausfalls zu vermindern, liefern drei Viertel der Unternehmen bei Neukunden oder bei Forderungen ab einer gewissen Höhe nur gegen Nachnahme oder gegen Vorkasse. Etwas mehr als die Hälfte überprüft die Existenz der Kundenadresse oder limitiert die Höhe der offenen Forderungen je Kunde.

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Bei der Bezahlung per Kreditkarte wird den Ergebnissen der Studie zufolge rege von dem Kontrollmechanismus Kartenprüfnummer Gebrauch gemacht. Auch ein Trend zur Benutzung der Kennwortüberprüfungen, die Visa und MasterCard anbieten, hat die Studie ausgemacht. 11 Prozent der Unternehmen nutzen dieses Verfahren und genauso viele planen die zukünftige Einführung.

Wenn es um das Einrichten der Zahlungsabwicklung geht, suchen die befragten Unternehmen am häufigsten bei befreundeten Unternehmen, bei spezialisierten Zahlungsdienstleistern oder bei Banken Rat. Während jedoch 85 Prozent bzw. 70 Prozent angeben, mit den Informationen von befreundeten Unternehmen bzw. Zahlungsdienstleistern zufrieden zu sein, sind dies bei den Banken nur 50 Prozent (bei der Hausbank) bzw. 35 Prozent bei anderen Banken. Gut beraten fühlen sich die Unternehmen dagegen bei Steuerberatern, Rechtsanwälten oder EDV-Dienstleistern.

Die Risikoprüfung wollen 51 Prozent künftig an externe Dienstleister vergeben und 36 Prozent wollen den Bereich Mahnwesen/Inkasso auslagern. Zufrieden mit ihren Dienstleistern sind diejenigen, die dies bereits getan haben, jedoch nicht immer: Neben den Konditionen sind die "Vermeidung von Zahlungsausfällen" und die "Breite des Leistungsangebots" die Aspekte, mit denen die Unternehmen derzeit am wenigsten zufrieden sind.

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Die Umfrage ist noch nicht abgeschlossen. Inzwischen haben zwar bereits 500 Unternehmen teilgenommen, doch läuft die Befragung noch bis zum 31. März 2006.

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