Sony stellt Entwicklung des Blu-ray-Profiablegers PDD ein

Blu-ray und MO als Alternativen für Langzeitarchivierung

Mit der Professional Disc for Data (PDD) wollte Sony in dem recht kleinen Markt rund um professionelle Datenträger zum einen eine Alternative zu den magneto-optischen Laufwerken bieten und zum anderen mit Plasmons UDO-Format konkurrieren, das eine ähnliche Technik bietet.

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Wie vor kurzem bekannt wurde, hat Sony die Entwicklung der zweiten Generation der Professional Disc for Data eingestellt. Der Blu-ray-Ableger sollte im professionellen Sektor Langzeitarchivierungen abdecken und die magneto-optische Technologie (MO, Minidisc) ablösen, der Erfolg blieb jedoch anscheinend aus.

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Kurzes Dasein: PDD-Laufwerk von Sony
Kurzes Dasein: PDD-Laufwerk von Sony
Nicht betroffen von der Entscheidung sind die erste (kassettenbasierte) Blu-ray-Generation, die nur in Japan veröffentlicht wurde, und die professionelle Blu-ray für Broadcast-Kameras (XDCam). Auch das Joint Venture zwischen Sony und NEC habe nichts damit zu tun, beschwört Sony.

Sony wollte sich zum Mitbewerber Plasmon nicht äußern, es ist jedoch anzunehmen, dass Plasmons UDO Sony keinen Platz gelassen hat. Ein Vorteil der UDO ist vor allem, dass Laufwerke und Medien mit bestehenden MO-Libraries kompatibel sind, da sie dieselben Abmessungen haben. Nach Angaben von Plasmon belegt man mit dem Partner HP zusammen derzeit 95 Prozent des Marktes für professionelle optische Libraries im 5,25-Zoll-Format. Die UDO arbeitet wie auch die PDD, wiederbeschreibbare CDs sowie DVDs mit einem Phase-Change-Verfahren und bietet eine höhere Kapazität als herkömmliche MO-Technik.

In Zukunft konzentriert man sich auf die Bereitstellung professioneller Blu-ray-Lösungen, die kompatibel zu bestehenden DVD-Libraries sind, da diese ohne Kassetten auskommen, die vor Kratzern und Staub besser schützen. Hier erhofft man sich Synergieeffekte, so Sony, da die Blu-ray in größeren Stückzahlen produziert wird.

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PDD-Laufwerke der ersten Generation sollen noch bis etwa Ende 2007 angeboten werden, danach soll es weitere sieben Jahre Support für professionelle Kunden geben. Sony geht zudem fest davon aus, dass entsprechende PDD-Medien noch über diesen Zeitraum hinaus lieferbar sein werden.

Sonys Entscheidung bedeutet keinen Rückzug aus dem Markt für professionelle optische Medien. Für MO-Laufwerke und Datenträger sei der Markt noch sehr groß, so Sony. Die Weiterentwicklung wurde bei der seit mehr als einem Jahrzehnt erhältlichen Technik jedoch bereits vor einiger Zeit bei der 14x-Generation (9,1 GByte auf zwei Seiten verteilt in einer Kassette) gestoppt.

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