Open Source im Jahre 2010
Zu den Diskutanten zählten mehr als 15 CEOs von Open-Source-Unternehmen, geleitet wurde die Diskussion von VA-Linux-Gründer (heute VA Software) Larry Augustin; mit dabei auch Tim O'Reilly und Suns Chief Open Source Officer Simon Phipps.
Dem Report zufolge waren sich die Diskussionsteilnehmer in einigen Punkten überraschend einig: Noch sei Open Source als eine "zerstörerische Kraft" anzusehen, in den nächsten Jahren werde aber daraus das dominante Modell zur Entwicklung von Software.
Zudem sei man einhellig der Meinung, die Umsätze, die große Softwarehändler (ISVs) mit Dienstleistungen umsetzen, werden steigen. Open Source für sich sei aber kein Geschäftsmodell und auch keine Software für sich, sondern vielmehr eine effizente Methode, um Software zu entwickeln und zu vertreiben.
In anderen Punkten war man sich weniger einig, z.B was die zeitliche Einordnung der Entwicklung und die Rolle von Entwicklern und Nutzern in dem Modell betrifft. Risiken wurden unter anderem in einer Überfinanzierung durch Risikokapitalgeber gesehen, was zu einem wenig differenzierten Markt führen könne. Auch gebe es nicht genug talentierte Entwickler für alle Projekte, es komme daher auf eine Fokussierung auf Schlüsselprojekte an. Auch wirtschaftlicher Druck stellt eine besondere Gefahr für Open Source dar, werfen entsprechende Projekte doch in der Regel keinen direkten Profit ab.
Der Report The Future of Commercial Open Source Think Tank Summary(öffnet im neuen Fenster) steht unter einer Creative-Commons-Lizenz und kann bei der Olliance Group heruntergeladen werden.



