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Panasonic mit 4/3-Spiegelreflexkamera und Leica-Objektiv

Live-Vorschau und Ultraschall-Reinigung des Sensors. Mit der Lumix DMC-L1 dürfte Panasonic eines der Highlights der diesjährigen PMA (Fotografie-Messe Photo Marketing Association Annual Show) gesetzt haben. Die erste Spiegelreflexkamera des Unternehmens passt in das Four-Thirds-System. Gleichzeitig kündigte Leica an, dass man in die Objektivherstellung für das Four-Thirds-System einsteigt – erstes Produkt ist das "Leica D Vario-Elmarit 14-50mm/ F2.8-3.5" mit eingebautem optischem Bildstabilisator, das auch mit der Panasonic L1 zusammen ausgeliefert werden soll.
/ Andreas Donath
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Panasonics Lumix DMC-L1 ist optisch angelehnt an die Panasonic DMC-LC1 bzw. die Leica Digilux 2 . Die Kamera ist mit einem 7,2 Megapixel auflösenden "Live MOS Sensor" ausgestattet. Er soll die stromsparenden Eigenschaften von CMOS-Sensoren mit den Vorteilen der CCDs verbinden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Spiegelreflexkameras wird bei der L1 das Licht nicht durch ein Pentaprisma(öffnet im neuen Fenster) in den Sucher gelenkt, sondern durch einen Porro-Spiegelsucher(öffnet im neuen Fenster) . Dadurch fehlt ihr auch das ansonsten bei diesem Kameratyp designprägende Dachelement auf der Gehäuseoberseite.

Da wie bei jeder DSLR der Sensor vor Staubeinwirkungen nicht geschützt ist, kann gerade beim Objektivwechsel Staub in das Gehäuse eindringen. Panasonic verwendet wie zuvor auch Olympus zur Sensorreinigung ein Ultraschallsystem, das in die Kamera eingebaut ist. Das Reinigungssystem befindet sich zwischen Verschluss und Bildsensor und schüttelt die Partikel vom Sensor, die dann auf einer Folie haften bleiben sollen. Diese Funktion wird beim Kamerastart ausgeführt und kann auch manuell aktiviert werden.

Die neue Panasonic DMC-L1 besitzt viele Bedienelemente wie eine analoge Spiegelreflexkamera – so klässt sich mit einem Drehrad an der Kamera die Belichtungszeit einstellen oder am oben beschriebenen Leica-Objektiv die Blendenöffnung oder die Schärfe bzw. den Zoomfaktor mit Drehringen kontrollieren.

Eine Funktion, die bislang kaum eine digitale Spiegelreflexkamera bietet, ist die Live-Vorschau auf dem Display, wie man sie von den kompakten Digitalen her kennt. Die L1 besitzt ein Display mit 2,5-Zoll-Diagonale mit einer Auflösung von 207.000 Pixeln. Die Live-Vorschau kann sowohl im Autofokus als auch im manuellen Modus benutzt werden. Bei der manuellen Scharfeinstellung wird dabei das dargestellte Bild vergrößert, so dass man die Schärfebestimmung leichter vornehmen kann. Auch die Schärfentiefe kann mit dem Abblende-Knopf beurteilt werden.

Die Panasonic DMC-L1 speichert die Bilder auf einer SD-Karte. Sie versteht sich auch auf Fat32 und kann Speicherkarten mit Kapazitäten über 2 GByte adressieren. Weitere technische Daten, ein Erscheinungsdatum oder Preise gab Panasonic noch nicht bekannt.

Das Four-Thirds-System ist ein neuer offener Standard für digitale Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven. Er vereinfacht die Entwicklung von herstellerübergreifenden, nutzbaren Objektiven, die auf den digitalen Bildsensor zugeschnitten sind.

Weil bei dem Four-Thirds-System die Art und Größe des Bajonett-Anschlusses standardisiert ist, lassen sich auch Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander kombinieren. Darüber hinaus sind Four-Thirds-System-Objektive wesentlich kleiner, lichtstärker und leichter als herkömmliche 35-mm- und APS-Optiken.


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