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BA-Chef: Hartz IV zwingt bei Computersystem zur Handarbeit

Schadensersatzforderung gegenüber T-Systems höher als im Vertrag vorgesehen. Der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, teilte in einem Interview mit dem Focus mit, dass die BA durch Hartz-IV-Korrekturen für Jugendliche nicht mit dem Computersystem, das T-Systems entwickelt hat, verarbeitet werden können. Dies müsse von den Mitarbeitern in Handarbeit erledigt werden, wobei der BA-Chef dem Bund die Mehrarbeit der Mitarbeiter in Rechnung stellen will.
/ Andreas Donath
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"Es ist politisch entschieden, dass die Leistungen für Jugendliche anders berechnet werden. Das hat absolute Priorität, und wir setzen es um. Man muss nur auch wissen, dass kein Computersystem der Welt diesen Anforderungen sofort gerecht werden kann. Das müssen erstmal unsere Mitarbeiter tun, und zwar in Handarbeit" , so Weise.

Weise bekundete Unzufriedenheit "mit der bisher gelieferten Leistung der Telekom für unsere Software" . Eine Abkehr von dem Computersystem ist jedoch nach Darstellung von Weise für die BA nicht mehr möglich: "Das wäre viel zu teuer und viel zu riskant."

Auf die Feststellung, dass mit der Telekom maximal fünf Millionen Euro Schadensersatz vertraglich vereinbart seien, entgegnete Weise: "Wir werden das kaufmännisch fair miteinander lösen. Das wird dann über den von Ihnen genannten Rahmen hinausgehen."


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