ArtVoice: Telekom verzichtet vorerst auf IPTV (Update)
ArtVoice ist nach eigenen Angaben im Besitz eines Patents zur Abwicklung laufender Programme über IP-basierte Medien und die Telekom habe ArtVoice gegenüber bestätigt, dass sie das Patent nicht brechen werde. Eine offizielle Stellungnahme der Telekom liegt derzeit nicht vor.
Das nicht näher genannte Verfahrenspatent, es könnte sich um das Patent DE10320889(öffnet im neuen Fenster) handeln, untersage Wettbewerbern die Erstellung und Bereitstellung von laufenden Programmen, die einer Zeitablaufsteuerung unterliegen und aus Datenbanken heraus über den IP-Weg verteilt werden, so ArtVoice. Damit scheint das Patent aber sehr speziell und in seiner Wirkung eng begrenzt.
Nach ersten IPTV-Versuchen der Telekom Ende 2005 gab ein Telekom-Sprecher gegenüber ArtVoice an, "dass von Seiten der Telekom das Patent weder gebrochen wurde noch jemand angewiesen wurde, das Patent zu brechen, und dass auch nicht beabsichtigt sei, das Patent zu verletzen" , heißt es in einer Pressemitteilung von ArtVoice. Dieser Formulierung könnte man aber auch entnehmen, dass die Telekom in ihrem IPTV-Angebot keine Verletzung des Patents sieht. Wie ArtVoice zu dem Schluss kommt, die Telekom werden kein IPTV anbieten, bleibt unklar.
Das Grünwalder Unternehmen gibt sich dabei selbstbewusst: "Es macht auch für die potenziellen Patentbrecher wenig Sinn, gegen das Patent zu arbeiten, da wir im Zweifelsfall den Dienst des jeweiligen Anbieters untersagen" , so Ingo Wolf, Inhaber der ArtVoice-Gruppe.
Selbst betreibt die ArtVoice-Gruppe verschiedene IPTC-Programme.