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Microsoft legt im Streit mit der EU nach

Dokumente sollen Ignoranz der Kommission belegen. Microsoft sieht sich im Streit mit der Europäischen Kommission ungerecht behandelt. Bereits in der letzten Woche hatte der Softwarehersteller erklärt, er habe alle Forderungen der EU erfüllt und seinerseits Vorwürfe gegen die Kommission erhoben. Nun veröffentlicht Microsoft entsprechende Dokumente, um seiner Position Nachdruck zu verleihen.
/ Jens Ihlenfeld
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Um die eigene Position zu stützen, hat Microsoft auf einer Website Dokumente veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) , die auch als formale Antwort am 15. Februar 2006 an die Europäische Kommission übermittelt wurden. Microsoft sah damit die Erfüllung der Auflagen dokumentiert, die Kommission hatte Microsoft dennoch mit einer Geldstrafe gedroht und Microsoft bis zum 15. Februar 2006 eine Frist gesetzt.

Die Europäische Kommission habe wichtige Beweise ignoriert, während Microsoft längst die geforderte Dokumentation vorgelegt habe, hieß es bereits in der letzten Woche von Seiten der Redmonder. Hunderte von Mitarbeitern hätten über 30.000 Stunden daran gearbeitet, eine detaillierte Dokumentation auf mehr als 12.000 Seiten zusammenzustellen. Diese stehe Lizenznehmern zur Verfügung, zusammen mit dem Angebot Microsofts, 500 Stunden technischen Support zu leisten. Auch den Quelltext für alle relevanten Technologien habe man angeboten.

Microsoft will mit dem Schritt zeigen, dass die EU-Kommission wichtige Informationen ignoriert.

Um die eigene Auffassung zu unterstreichen, hat Microsoft zwei Gutachten von Professoren aus Großbritannien und Deutschland beigefügt und nun ebenfalls veröffentlicht. Diese sollen belegen, dass die Dokumentation den Industriestandards entspricht.


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