Blu-ray, HD-DVD und AACS - Das Ende des analogen Video-Out

Ab 2014 keine Wiedergabegeräte mit unverschlüsselter analoger Video-Ausgabe

Die Filmindustrie will die analogen Videoausgänge bei Blu-ray-, HD-DVD- und Netzwerk-Video-Playern loswerden - nach dem 31. Dezember 2013 sollen nur noch Geräte mit geschützten Digitalschnittstellen verkauft werden dürfen. Das zumindest steht in den Vorabspezifikationen des bei beiden konkurrierenden DVD-Nachfolge-Anwärtern zum Einsatz kommenden Kopierschutz- und Rechteverwaltungssystems AACS.

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Blu-ray- und HD-DVD-Player mit AACS-Unterstützung, die über eine analoge Schnittstelle Inhalte entschlüsselt wiedergeben können, dürfen nach dem 31. Dezember 2011 nicht mehr hergestellt oder vertrieben werden. Andernfalls bricht der Hersteller die Lizenzbedingungen, so das AACS Interim Adopter Agreement in der aktuellen Revision vom Februar 2006.

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Bereits ab Ende 2010 ist es für AACS-konforme Geräte Pflicht, Video über analoge Ausgänge nur noch mit reduzierter Interlace-Auflösung in entschlüsselter Form ausgeben zu dürfen - entweder in S-Video-Qualität oder per Komponente in 480i oder 576i.

Die Geräte dürfen weiter verkauft werden, sofern sie per periodisches Update auf den neuesten Stand der AACS-Bestimmungen gebracht werden können - was dann der Spezifikation zufolge auch irgendwann die komplette Abschaltung der analogen Ausgabe bei Blu-ray- und HD-DVD-Medien mit sich bringen dürfte.

Das Ende des unverschlüsselten Analogausgangs wird in den Vorabspezifikationen malerisch als "Analog Sunset", zu Deutsch als Sonnenuntergang bzw. Endphase bezeichnet. Hollywood will den analogen Ausgang möglichst schnell loswerden, die Filmindustrie befürchtet eine digitale Aufzeichnung und Verbreitung analog ausgegebener hochauflösender Inhalte.

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Produzenten von HD-DVD- und Blu-ray-Spielfilmen müssen deshalb nicht erst bis 2010 warten, um den analogen Ausgang dahinwelken zu sehen. Stattdessen sollen sie schon von Anfang an auf Wunsch die analoge Ausgabe auf etwas über DVD-Qualität reduzieren können, was auch für PCs mit aktueller Grafikhardware gilt. So lassen sich dann nur noch maximal 520.000 Pixel pro Bild darstellen, was etwa einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln entspräche.

Eine unverschlüsselte digitale Ausgabe über DVI wird nicht gelistet und scheint gar keine Option zu sein. Hier läuft es wohl darauf hinaus, dass bei zu restriktiver AACS-Sicherheitsstufe statt eines Videos in künstlich verkleinerter Auflösung gar kein Bild angezeigt wird. Dies betrifft dann vor allem Computer-Besitzer mit ungeeigneten Grafikkarten und Monitoren mit DVI-Schnittstelle. Kunden mit HD-ready-Ausgabegeräten (1080i/720p) sind hingegen auf der sicheren Seite, sofern die Quellen auch per HDMI bzw. DVI+HDCP angeschlossen sind.

Gerade in der Startphase der HD DVD und Blu-ray werden Studios mit zu restriktiv eingestellten Filmscheiben für große Verbitterung bei Kunden sorgen. Ob nun das Bild nach recht großen Investitionen in die Hardware gar nicht oder nur in etwas besserer DVD-Qualität zu sehen ist, der Handel wird es ausbaden müssen.

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watson 16. Mär 2006

hab nochmal ne frage zu dem rückgaberecht beim mediamarkt: steht dieses rückgaberecht...

( Alternativ... 08. Mär 2006

haha, wer bei mediamarkt kauft, ohne zu wissen dass es die ganzen sachen anderswo...

bascell 07. Mär 2006

Ich sag nur eins dazu: F.4.C.K Y.o.U!! Wenn ich mir einen Joghurt kaufe, kaufe ich mir ja...

mOe 27. Feb 2006

man kann 'die amis' nicht mit der bushregierung vergleichen. ich möchte mich als...

LarusNagel 27. Feb 2006

Die denke darüber schon nach Auszug aus Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki...



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