Stairway to Heaven: Die E-Gitarre reist ins Digitalzeitalter

Gibsons 'Les Paul HD6X-Pro'
Gibsons 'Les Paul HD6X-Pro'
"Stellen Sie sich vor, Sie benutzen sechs Gitarrenamps - für jede Saite einen - oder Sie spielen alle sechs Saiten individuell in einen Computer ein oder senden Sie das 6-Saiten-Digitalsignal in einen kompatiblen Gitarrenprozessor. Der Gitarrist kann einen Crunchsound auf den tiefen Saiten, mittlere Distortion auf den mittleren Saiten und einen "cleanen" Sound auf den oberen Saiten erzeugen", heißt es in einer Gibson-Mitteilung.

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Die Arbeit an der Digitalisierung der E-Gitarre wurde vor etwa zwei Jahren begonnen. Mittlerweile existiert die zweite Charge an Prototypen auf Basis des Gibson Digital Systems. Auf der Consumer Electronics Show 2006 im Januar dieses Jahres hatte Gibson die neue Technik bereits angekündigt, auch in Deutschland gibt es schon seit einigen Monaten einen früheren Prototypen zu Demonstrationszwecken.

"Die Gibson Digital Gitarre öffnet die Tore in eine virtuell unbegrenzte Welt für den Gitarristen", schwärmt Henry Juszkiewicz, seines Zeichens der Geschäftsführer und CEO der Gibson Guitar Corp. Man beseitige damit die traditionellen Grenzen, die mit bis dato vorhandenen E-Gitarren verbunden waren - ohne dabei die intime Verbindung zwischen Musiker und Instrument zu verlieren.

Vom deutschen Gibson-Vertriebspartner und Musiklabel Ulftone ist zu hören, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Gibsons erste digitalen E-Gitarren unter dem Modellnamen "Les Paul HD6X-Pro" auf den Markt kommen. Voraussichtlich Mitte/Ende 2006 soll es so weit sein, hieß es gegenüber Golem.de. Den neuen Möglichkeiten gegenüber steht allerdings auch ein Preis von rund 4.000,- US-Dollar für eine Gibson-Digital-E-Girarre. Eine vergleichbare, herkömmliche E-Gitarre ohne Ethernet-Schnittstelle soll etwa bei 1.500,- US-Dollar liegen.

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Noch nicht eindeutig klar ist, welche bekannten Musikanwendungen außer Cakewalk zum Start unterstützt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass noch einiges dazukommt, zumal seitens Gibson auch mit Plug-and-Play geworben wird. Zumindest von einer Windows- und MacOS-Unterstützung ist derzeit zu hören.

Gibson will gemeinsam mit dem Halbleiter-Hersteller Cirrus Logic weitere digitale und vor allem netzwerkfähige Audioprodukte entwickeln - um die Technik etwa im Live-Musik-Bereich etablieren zu können. Dabei gehe es vor allem um Produkte auf Basis von Gigabit-Ethernet, die eine hohe Bandbreite, geringe Wartezeiten sowie "enorme Zuverlässigkeit" bei Audio- und Videosignalen benötigen. Nur die erste Produktgeneration wird demnach mit Fast-Ethernet arbeiten - ob auch drahtlose Anbindung etwa per Ultra-Wide-Band-Funktechnik (UWB) oder WLAN der kommenden Generation (802.11n) angedacht wird, bleibt abzuwarten.

Die 1894 gegründete US-Firma Gibson Guitar Corp fertigt klassische E-Gitarren- und Akustikgitarrenmodelle, Mandolinen und Banjos. Seit 1984 besteht die Gibson-Familie aus verschiedenen Marken wie Epiphone, Dobro, Valley Arts, Kramer, Steinberger, Tobias, Slingerland, Maestro, Baldwin, Hamilton, Chickering und Wurlitzer.

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 Stairway to Heaven: Die E-Gitarre reist ins Digitalzeitalter
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jofish 26. Feb 2006

ich habe genug live gespielt um das beurteilen zu können. und wer sagt eigentlich, dass...

Nico Ernst 25. Feb 2006

.. auch für RJ45-Buchsen! Wenn das Ding bühnentauglich sein soll, müssen da Strippen her...

Doomchild 24. Feb 2006

Ich auch. :)

Doomchild 24. Feb 2006

100% ACK! Und daß man´s vielleicht doch noch in Midi-Signale wandeln kann, weil´s eh...



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