GeForce-7-Nachfolger G80 doch ohne Unified Shader Model?
Nvidia will den G70-Nachfolger im ersten Halbjahr 2006 vorstellen - und spricht von einer komplett neuen Architektur mit mehr Leistung. Obwohl sich der G80 getaufte Chip von der GeForce-7-Architektur stark unterscheiden soll, muss dies den Gerüchten zufolge doch noch nicht den erwarteten Wechsel des Pipeline-Modells zur Unified-Shader-Architektur bedeuten.
Nvidia selbst will sich dazu nicht äußern, hatte aber schon frühzeitig angekündigt, nicht auf ein neues Pipeline-Modell umsteigen zu wollen, solange noch "Luft" in der bisherigen Architektur sei. ATI hält sich zwar ebenfalls noch bedeckt mit offiziellen Ankündigungen in Bezug auf Desktop-Grafikchips mit Unified-Shader-Architektur, betont aber gleichzeitig, dass entsprechende Chips nicht nur kostengünstiger, da mit weniger Transistoren, sondern auch deutlich effizienter arbeiten können.
Von ATI und Nvidia ist zu erfahren, dass die Grafik-API Direct3D - unabhängig von der Version - keine Hardware-Architektur diktiert, sondern schlicht bestimmte Funktionen vorschreibt, die unterstützt werden müssen, um als voll kompatibel zu gelten. Bei Direct3D wären dies die noch flexibleren Shader-4.0-Effekte, die entsprechend nicht zwingend das neue Pipeline-Modell voraussetzen.
ATI hat die Pixel- und Vertex-Shader-Einheiten bereits beim Xbox-360-Grafikchip vereinheitlicht. Der für den Spätsommer 2006 erwartete Radeon-X1900-Nachfolger R600 wird Gerüchten zufolge ebenfalls mit einer Unified-Shader-Architektur aufwarten - was angesichts ATIs Erfahrungen mit der Xbox 360 mehr als plausibel erscheint.