EU plant Europäisches Technologieinstitut ETI

Kommission legt Pläne für Elite-Universität ohne festen Standort vor

Europa soll eine Elite-Universität für Technologie erhalten. Einen entsprechenden Vorschlag für ein "Europäisches Technologieinstitut" (ETI) als Konkurrenz zum US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) unterbreitete jetzt die EU-Kommission dem Europäischen Rat. Das ETI soll zum Markenzeichen für Spitzenqualität in den Bereichen Ausbildung, Forschung und Innovation werden.

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"Spitzenqualität braucht ein Markenzeichen, und Europa fehlt ein starkes Europäisches Technologieinstitut, das die besten Köpfe und Unternehmen zusammenführt und die Ergebnisse in ganz Europa verbreitet", begründet Kommissions-Präsident José Manuel Barroso die Pläne.

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Mit dem ETI soll nach seinem Willen eine flexible Einrichtung mit schlanker Struktur entstehen. Es soll sich der Ausbildung von Hochschulabsolventen und Doktoranden widmen, Forschung betreiben und für Innovation sorgen - konzentriert auf einige strategisch wichtige Fachgebiete sowie auf das Wissenschafts- und Innovationsmanagement.

Das ETI will die Kommission in zwei Ebenen gliedern: Ein Verwaltungsrat und eine Reihe von Wissensgemeinschaften, die sich über ganz Europa erstrecken und in transdisziplinären Bereichen von strategischer Bedeutung arbeiten. Finanziert werden soll das Ganze von Seiten der EU, den Mitgliedsstaaten und der Wirtschaft.

Das geplante europäische Technologieinstitut soll mit Institutionen wie dem MIT in den USA um die weltweit besten Köpfe unter den Studierenden, Forschern und wissenschaftlichen Mitarbeitern buhlen. Diese sollen dann gemeinsam mit führenden Unternehmen Spitzenforschung betreiben, die Ergebnisse entsprechend verbreiten und so zur allgemeinen Verbesserung der Forschungs- und Innovationsmanagementkompetenz beitragen.

Mit Teams aus Angehörigen von Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen soll das Institut einen Startvorteil gegenüber traditionell organisierten Universitäten erhalten. Ganz bewusst sollen dabei Möglichkeiten einer privaten Finanzierung einbezogen werden.

Einem typisch europäischen Problem will die Kommission von vornherein aus dem Weg gehen: Die neue Universität soll nicht an einem festen Standort gegründet werden. Vielmehr gehe es um eine rechtlich unabhängige Einrichtung, die in strategisch wichtigen Bereichen die besten Teams und Abteilungen von Hochschulen aus ganz Europa zusammenführt.

Die Europäische Kommission bittet den Europäischen Rat um Unterstützung für das ETI. Noch 2006 soll ein formaler Vorschlag vorgelegt werde. Die Ernennung von Verwaltungsrat und ersten Mitarbeitern soll frühestens 2009 anlaufen.

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