Südkorea will Linux-Umstieg fördern
Eine Stadtverwaltung und eine Universität sollen demnächst mit Geld der Regierung auf das freie Betriebssystem umrüsten, berichtet die Zeitung Korean Times(öffnet im neuen Fenster) .
Beide Projekte sollen anschließend anderen Institutionen im Land als Vorbild dienen und zur Nutzung des Open-Source-Systems ermutigen, so der Bericht. Bis Ende März wolle das koreanische Kommunikationsministerium entscheiden, wer den Zuschlag für das Projekt erhalte.
"Da es bei Linux als Betriebssystem keine technischen Schwierigkeiten und Sicherheitsprobleme gibt, werden bald andere Städte und Unis dem Beispiel folgen" , sagte der zuständige Direktor Lee Do-kyu laut der Zeitung. Schon jetzt gebe es reges Interesse an dem Pilotprojekt.
Mit Microsoft steht Südkorea im Zwist: Wie auch in Europa und den USA muss sich Microsoft auch mit der Wettbewerbsaufsicht Südkoreas auseinander setzen. Angesichts möglicher Sanktionen drohte Microsoft im Oktober 2005 bereits, sein Betriebssystem Windows in Korea vom Markt zu nehmen. Eine spezielle Windows-Version für Korea, wie sie Microsoft auf Grund von Auflagen in der EU anbieten muss, soll es für Südkorea nicht geben.