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AIGLX - Auch Red Hat will den Linux-Desktop aufmöbeln

Fedora Core 5 Test 3 veröffentlicht. Mit AIGLX hat Red Hat jetzt eine Alternative zu Novells XGL/Compiz vorgestellt. Der leicht erweiterte X Server AIGLX unterstützt ebenfalls per OpenGL beschleunigte Grafikfunktionen und kann so die Möglichkeiten moderner Grafikkarten ausnutzen.
/ Jens Ihlenfeld
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Entwickelt wird AIGLX unter dem Dach von Red Hats Fedora-Projekt. Im Kern besteht es aus einem leicht angepassten X Server samt einiger Erweiterungen und einem aktualisierten Mesa-Paket, das einige neue Protokolle unterstützt. Hinzu kommt eine neue Version des Window-Managers metacity. Dabei steht AIGLX für "Accelerated Indirect GL X".

Letztendlich entsteht damit ein X Server, der neue Grafikeffekte für den Desktop verspricht, beschleunigt durch die in modernen Grafikkarten seit längerem vorhandenen Funktionen. Der X Server an sich soll nicht ersetzt werden und die per OpenGL erzeugten Effekte sich jederzeit deaktivieren lassen.

Red Hat betont zudem, der Code sei zusammen mit der X-Community entstanden, hatte Novells Entwicklung von XGL/Compiz doch zu weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Als erste Linux-Distribution soll Fedora Core 5, die derzeit in einer dritten Testversion vorliegt, AIGLX unterstützen und nutzt dabei die neuen modularen X.org-Pakete. Die neue Technik soll sich so ausprobieren lassen. Bisher konzentrierten sich die Entwickler vor allem auf die grundlegende Technik, weniger auf Rendering-Effekte. Fertig ist AIGLX noch nicht, Red Hat will mit der Ankündigung vor allem mehr Beteilige mit ins Boot holen.

Nähere Details zu AIGLX(öffnet im neuen Fenster) hält das Wiki des Fedora-Projekts bereit. Unter fedora.redhat.com(öffnet im neuen Fenster) steht die Vorabversion Fedora Core 5 Test 3 zum Download bereit.


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