FeedTree: P2P greift RSS unter die Arme

Während normale Webseiten in der Regel nur wenige Male am Tage abgerufen werden, fordern so genannte RSS-Reader entsprechende Feeds viel häufiger ab, oft mehrmals pro Stunde. Extremfälle bringen es auf mehrere Dutzend Abfragen pro Minute, wie z.B. die Logfiles von Golem.de zeigen. Hinzu kommt, dass nur wenige RSS-Reader eine Kompression der Daten unterstützen, wie sie HTTP 1.1 erlaubt. Letztendlich führt dies zu einem erheblichen Datenaufkommen – oft ohne Nutzen, da es gar keine Änderung auf den Seiten gibt, und wenn doch, erfährt der RSS-Nutzer dies nur mit Verzögerung. Bei Golem.de machen die News-Feeds mittlerweile rund 40 Prozent des gesamten Traffics aus.
FeedTree(öffnet im neuen Fenster) will diese Situation ändern, denn die entsprechenden Abfragen werden über ein Peer-to-Peer-Netz abgewickelt. Sieht ein Teilnehmer im Netz einen neuen Eintrag in einem Feed, werden alle Teilnehmer, die den Feed darüber abonniert haben, direkt per P2P-Multicast informiert. Nutzer sollen so schneller über neue Einträge informiert werden.
Technisch setzt FeedTree auf das selbst organisierende Nachrichtenprotokoll Scribe(öffnet im neuen Fenster) auf, das wiederum das strukturierte Peer-to-Peer-Overlay-Netzwerk Pastry(öffnet im neuen Fenster) nutzt.
FeedTree liegt derzeit in der Version 0.7 vor und kann unter feedtree.net(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden.



