Google: Sicherheitsbedenken bei Desktop-Suche berechtigt

Google: Firmen sollten Desktop Enterprise verwenden

Das IT-Beratungsunternehmen Gartner empfielt Unternehmen, die erst im Februar 2006 erschienene Google-Desktop-Suche 3 nicht einzusetzen, da sie eine Suchfunktion über mehrere Rechner bietet, die Daten zwischenzeitlich auf Googles Servern ablegt, was auch in den Augen von Datenschützern ein potenzielles Sicherheitsrisiko darstellt. Google selbst schloss sich dieser Meinung mittlerweile selbst an, teilte die IT-Publikation ZDnet in Großbritannien mit.

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Statt der Google Desktop 3 Beta sollten Unternehmen besser die Version 'Google Desktop Enterprise' einsetzen, bei der die Funktion mit Hilfe einer darin enthaltenen Management-Funktion generell ausgeschaltet werden kann.

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Die Funktion "Search Across Computers" nutzt einen Google-Server außerhalb des Unternehmensnetzes, um einen temporären Index aufzubauen, den Google bis zu 30 Tage lang speichert. Von dort aus kann er auf andere berechtigte Rechner im Unternehmen zur Archivierung übertragen werden.

Man verspricht zwar seitens Google, dass der Index verschlüsselt gespeichert und übertragen wird und nur von wenigen Google-Angestellten eingesehen werden kann, doch Gartner geht davon aus, dass für viele Unternehmen bereits der Transport der Daten außerhalb des eigenen Netzes ein inakzeptables Sicherheitsrisko darstellt.

Auch sei es Angestellten unabhängig von den Sicherheitsrisiken, die über den Umweg über Googles Infrastruktur entstehen, oft nicht möglich, Dokumente einwandfrei zu identifizieren, die nicht über Desktop-Suchmaschinen verfügbar gemacht werden dürfen, was die Entwicklung von Richtlinien nötig mache.

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Google teilte gegenüber ZDNet UK mit, dass man das Risiko erkannt habe und verstehe, weshalb Unternehmen besorgt reagieren. Google sagte gegenüber ZDNet sogar, dass bei der Verwendung der computerübergreifenden Suchfunktion durch den Informationstransport aus dem Unternehmen heraus genauso viele Sicherheitsrisiken entstehen wie bei der Verwendung von E-Mail. Deshalb sollte man besser die Enterprise-Version von Google Desktop nutzen, wenn man die Wahl hat, so Googles Europa-Marketingleiter Andy Ku gegenüber ZDNet UK.

Kurz nach Erscheinen der Google Desktop Search 3 hatte die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation (EFF) bereits gewarnt, die Suchfunktion über mehrere Rechner hinweg - und dem zwangsläufigen Umweg über Googles Server - einzusetzen, da in den USA dadurch auch geringere Datenschutzrichtlinien gelten, als wenn die Dokumente innerhalb des eigenen Netzes verbleiben.

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