Bundeskartellamt ermittelt wegen Verschlüsselung von FreeTV
Digital ausgestrahlte FreeTV-Satellitenprogramme nur gegen Gebühren? Das Bundeskartellamt ermittelt gegen die Privatfernsehsender ProSieben, Sat.1, und RTL sowie gegen den Satellitenbetreiber Astra wegen des möglichen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung, so die FAZ. Hintergrund ist die Verschlüsselung von digital ausgestrahlten FreeTV-Satellitenprogrammen, für die Gebühren verlangt werden könnten.
Bei den Untersuchungen gehe es um "die verschlüsselte Verbreitung von digitalem Satellitenfernsehen" , welche die Münchner Astra- Tochtergesellschaft APS in Kooperation mit den Fernsehsendern plane, berichtete eine Kartellamtssprecherin gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).
Die Unternehmen müssen nun innerhalb kurzer Zeit die Fragen der Wettbewerbshüter zu dem Thema beantworten. ProSiebenSat.1 hatte noch im November 2005 bestritten, dass die Verschlüsselung von Satellitenprogrammen im Digitalfernsehen beabsichtigt sei. Mit Hilfe der Verschlüsselung können die Sender für bislang frei empfangbare Fernsehprogramme eine Gebühr von den Zuschauern verlangen.