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Todesstrafe im Online-Rollenspiel?

Rüpel in Online-Spielen - SOE-Präsident lässt die Gedanken schweifen

Was passiert, wenn sich Kunden in Online-Spielen daneben benehmen und welche Rechte haben Täter und Opfer in virtuellen Welten? Haben Personen in Spielen dieselben grundlegenden Rechte wie außerhalb des Spiels? Der Chef von Sony Online Entertainment (SOE) hat sich kürzlich im offiziellen EverQuest-2-Blog über dieses Thema Gedanken gemacht - und wünscht sich manchmal einen spielübergreifenden "virtuellen Knast" oder gar die "Todesstrafe" für die Helden von unflätigen Spielern.

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Wenn sich ein Spieler nicht so verhält, wie es die Nutzungsregeln, der Anstand oder die Menschlichkeit gebieten, müssen meist die Spielleiter entscheiden, ob es bei einer Verwarnung bleibt, der Account des Spielers für eine Weile geschlossen oder der Kunde ganz aus dem Spiel geworfen wird. Der Spielleiter wird dann zum Ermittler und Richter in einer Person, dabei werden ab und an auch Fehlentscheidungen getroffen, die dann ihren Weg durch die Blogs und letztlich die Presse machen.

Inhalt:
  1. Todesstrafe im Online-Rollenspiel?
  2. Todesstrafe im Online-Rollenspiel?

Zum Teil stimmen die von den Online-Spiel-Betreibern ersonnenen Verhaltensregeln auch nicht mit dem überein, was in der Realität üblich ist oder werden schlicht zu streng ausgelegt. So warnte ein Blizzard-Mitarbeiter beispielsweise kürzlich Spieler vor dem Rauswurf, da sie ihre eigene Gilde im Chat als "glbt"-freundlich ("gay, lesbian, bisexual and transgender") bewarben und damit angeblich Mitspieler belästigen würden. Das wurde weithin als Diskriminierung aufgefasst, brachte Blizzard einiges an Kritik ein und zwang das Entwicklerstudio schließlich zur öffentlichen Entschuldigung.

In seinem Blog-Beitrag machte sich SOE-Präsident John Smedley Gedanken darüber, wo die Grenze zu ziehen ist, wenn es um die Rechte der Spieler im Spiel geht. "Hat eine Person in einer virtuellen Welt die gleichen Rechte [wie außerhalb, Anmk. der Redaktion]? Ich denke die Antwort muss ja lauten, wenn es um die großen Dinge wie Herkunft, Religion, sexuelle Ausrichtung und dergleichen geht." Smedley zufolge geht es in virtuellen Welten jedoch noch um mehr - der Betreiber eines Spieles muss sich darum sorgen, dass die Menschen sich in den Spielen auch wohl fühlen.

"Unsere Spielleiter müssen sich vielen Belästigungsproblemen widmen. Jeden Tag müssen sich Spielleiter in virtuellen Welten um alle Arten von Problemen kümmern und vieles davon ist tiefgründiger", so Smedley. In EverQuest habe man beispielsweise vor vielen Jahren einen Spieler herausgeworfen, der außerhalb des Spiels eine eigene Everquest-Geschichte veröffentlichte, in der es um Gewalt gegen ein Kind gegangen sei.

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Für die Verbannung habe man viel Kritik eingesteckt und sei auf eine Stufe mit Bücherverbrennern und Feinden der Redefreiheit gestellt worden. Letztendlich habe man aber eine Ermessensentscheidung bezüglich potenziell unangemessenen Verhaltens, gestützt auf ein Telefonat mit dem Betreffenden und auf Beschwerden von Mitspielern, gefällt. "Wir müssen jeden Tag diese Art von Entscheidungen treffen, und ich denke, dass wir - als Industrie - es meist richtig entscheiden", so Smedley.

Todesstrafe im Online-Rollenspiel? 
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haci 10. Mär 2006

Betreff: nek2 lädt Sie zu world-of-dungeons.de ein! Text: Helden, Schätze & Magie...

nadienne 08. Mär 2006

Nameless 28. Feb 2006

Wann kommt die 'Verfassung für Online-Spiele'? In ihr ist die "Todesstrafe" natürlich...

Bibabuzzelmann 21. Feb 2006

Vor allem kommen bei Online Spielen die Texte von den Mitspielern und das ist sicher...

Thor 21. Feb 2006

Das Argument ist zugegebenermaßen nicht von der Hand zu weisen. Ich bin mir aber sicher...


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