Unternehmen investieren weniger Geld in IT-Infrastruktur
Wie in den letzten Jahren auch steht die IT-Sicherheit auch für 2006 wieder an erster Stelle. An zweiter Stelle ist wie im Vorjahr der Bereich Enterprise Resource Planning (ERP) und Harmonisierung der IT-Systeme zu finden.
Vom fünften auf den dritten Platz konnten sich geplante IT-Investitionen für das Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management, CRM) setzen. An vierter und fünfter Stelle wurden die Bereiche Business Intelligence und Portale genannt.
Ein erheblicher Rückgang in der Rangliste ist bei den Investitionen in die IT- Infrastruktur zu bemerken. Im Jahr 2005 lagen sie noch auf Platz drei – für 2006 liegen sie auf Position sechs.
"Es wird wieder gezielt investiert. Zwar ist das Thema Sparen noch nicht vom Tisch, aber Kostensenkungen werden differenzierter betrachtet als im Vorjahr. IT darf wieder etwas kosten – vorausgesetzt, sie schafft Mehrwert" , erläuterte Martin Bettels, Direktor Allianzen und Innovation bei Capgemini.
Für die IT-Infrastruktur scheint dieses Kriterium nicht zuzutreffen. Rund die Hälfte der Befragten (Vorjahr 39 Prozent) hat die Infrastruktur als ersten Ansatzpunkt für Einsparungen identifiziert. Dies dürfte auf Anbieterseite zu einem starken Preisdruck führen.
Es folgen Applikationen und Personal mit jeweils rund einem Drittel Nennungen (Vorjahr 24 bzw. 29 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigen die prognostizierten Budgetveränderungen über die nächsten fünf Jahre. Deutlich mehr Unternehmen gehen von sinkenden Budgets für IT-Infrastruktur aus als von steigenden.
Die Umfrage wurde mit IT-Verantwortlichen aus 98 deutschen Unternehmen mit einem Umsatz von größtenteils mehr als 500 Millionen Euro durchgeführt.



