IBM-Software soll innere Sicherheitslücken bekämpfen
Der IBM Tivoli Identity Manager Express bringt alle Identity-Management-Funktionen, die auch große Unternehmen einsetzen, mit, ist aber kostengünstiger und leichter zu installieren und zu verwalten, verspricht der Hersteller. Die Software soll Angriffe von innen abwehren, indem sie Benutzernamen und Accounts blockiert, die irrtümlich noch aktiv sind.
IBM verweist auf Studien, nach denen mehr als 60 Prozent aller User Accounts verwaist sind.
Darüber hinaus vereinfacht die Software die Befolgung von Compliance-Richtlinien für kleinere Unternehmen. Statt über mehrere Tage trägt sie innerhalb weniger Stunden Informationen zusammen und bereitet daraus Berichte. Sie sammelt und formatiert die Informationen automatisch, so dass sie nur noch an den verantwortlichen Prüfer geschickt werden müssen. Auch gegen Versuche, Kunden abspenstig zu machen, soll die Software helfen: Sie zeigt an, wer sensible Vertriebsinformationen abgerufen und wer sich mit einem triftigen Grund autorisiert hat.
Der Tivoli Identity Manager Express soll zudem die Befolgung von Richtlinien zur sicheren Mandantenbetreuung unterstützen. Jemand, der in eine andere Abteilung versetzt wurde, sollte beispielsweise keine Finanzzahlen mehr ohne spezielle Erlaubnis einsehen können, wenn das nicht mehr zu seinen Aufgaben gehört. Die Software verwaltet dazu Account-Zugänge, so dass Unternehmen gegenüber Beobachtern transparent machen können, dass sie den Mitarbeiterzugang zu Finanzberichtsanwendungen während einer bestimmten Periode, wie etwa alle 90 Tage, verifizieren.
Auch das Passwort-Management soll die Software vereinfachen und so Kosten einsparen, denn Mitarbeiter können ihr Passwort binnen Minuten selbst zurücksetzen.
Ab 28. Februar soll der IBM Tivoli Identity Manager Express verfügbar sein, Preise nannte IBM nicht.