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PlayStation Portable - Sinkende UMD-Filmverkäufe

Sony Computer Entertainment will mit Fernsehadapter gegensteuern

Einem Bericht des Show-Business-Magazins Variety zufolge scheinen die für die PlayStation Portable auf deren UMD-getauften Medium angebotenen Filme sich doch nicht so gut zu verkaufen, wie es von Sony Computer Entertainment und der Filmbranche erhofft war. Die unter den Erwartungen liegenden Verkaufszahlen von UMD-Spielfilmen zwingt die Filmstudios nun, das Filmangebot deutlich zu reduzieren und sich dabei auf die Hauptzielgruppe der jungen Männer zu konzentrieren.

Gegenüber Golem.de hatte Sony Computer Entertainment oft betont, dass sich die PlayStation Portable, kurz PSP, auch abseits der Kernzielgruppe zur Filmplattform mausere und die auf UMD verkauften Spielfilme sich recht gut verkaufen würden. Dem Variety-Bericht zufolge trifft das aber nur noch auf Komödien zu, die bei den jungen Männern gut ankommen und deshalb auch weiterhin angeboten werden sollen. Sony Pictures Home Entertainment, Paramount Home Entertainment und Warner Home Video würden sich bei anderen Film-Genres hingegen auf Grund schlechter UMD-Verkaufszahlen gezwungen sehen, entsprechende Filme künftig nicht mehr auf UMD anzubieten.

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Die bestverkauften UMD-Spielfilme werden laut Variety über 100.000-mal verkauft, im Schnitt lägen die Verkaufszahlen aber bei nur 40.000 bis 50.000 Stück. Gerechnet auf weltweit 10 Millionen PSPs und im Vergleich mit DVD-Verkaufszahlen ist das eher gering. Paramount hat deshalb für die nächsten Monate gar keine neuen UMD-Veröffentlichungen geplant, will dem PSP-Format aber nicht den Rücken zukehren. Warner zeigte sich gegenüber dem Variety enttäuscht von der geringen Nachfrage und will nur noch wenige Filme veröffentlichen.

Der US-Handel hat Variety zufolge bereits angefangen, den UMD-Spielfilmen weniger Platz in den Regalen zu gönnen. Virgin zufolge gibt es zwar eine mäßige Nachfrage und man werde auch weiterhin die meisten neuen Titel führen, doch auf Grund des schwachen Wachstums gebe es keine Rechtfertigung für mehr Regalplatz. Auch Werbe-Aktionen hätten die Nachfrage nicht nennenswert beeinflusst.

Ein Manko der PSP ist es, dass Spiele, Fotos und Filme nur auf dem kleinen, aber feinen Breitbild-LCD dargestellt werden können und eine Schnittstelle zum Fernseher fehlt. Wer also einen Film auch entspannt auf dem Fernseher oder Projektor gemeinsam mit anderen sehen will, der müsste sich demzufolge neben der UMD- auch die DVD-Version eines Films kaufen. Da es immer mehr kostenlose und kommerzielle Video-Konverter gibt, die auch DVD-Spielfilme - meist unerlaubt - in ein für die PSP verständliches MPEG-4-Format auf Memory-Sticks packen können, werden vor allem technisch affine PSP-Käufer wohl eher zur DVD als zur UMD greifen.

Sony Computer Entertainment und Sony Pictures Home Entertainment hoffen nun, laut Variety durch einen Fernseh-Adapter das Interesse an UMD-Spielfilmen wieder anzukurbeln. Kurios daran ist, dass es seitens Sony vor einigen Monaten noch hieß, dass eine solche Schnittstelle nicht benötigt würde und auch nicht erwünscht sei. Dass es Nachfrage für entsprechende Produkte gibt, zeigen aber Adapter von Drittanbietern, die entweder den PSP-Bildschirm abfilmen oder nach einfachem Umbau die Signalleitungen direkt anzapfen.

Berücksichtigt man, dass es neben der DVD auch bald die HD DVD und die Blu-ray gibt, wird es das PSP-Format wohl bald noch schwerer haben. Nur wenige Kunden werden sich wohl Filme in allen Formaten kaufen. Ein Ausweg könnte letztlich der Online-Video-Vertrieb bei geringeren Filmkosten sein, den Apple mit iTunes und den Video-iPods bereits recht erfolgreich lanciert hat - Sony hingegen bietet Derartiges bisher nur in Japan an und nutzt die Möglichkeiten der PSP bisher selbst kaum aus, wie es scheint.


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freestyler 26. Dez 2006

Hey Leute! Ich bin jetzt auch Neueinsteiger bei getino.de und ich bin mir nicht sicher...

DRC 29. Jun 2006

Bei der PSP gibt es zufällig Ohrhörer bei >.<

blarius 23. Mär 2006

Hallo, wer gerne eine PSP von Sony besitzen möchte, nicht viel Geld hat aber etwas Geduld...

Bloody Mary 20. Feb 2006

Schlimmer, nicht die Raubkopierer, die Konsumverweigerer! Die nicht: a) die DVD für 15...

the_spacewürm 20. Feb 2006

Am ende sinds doch sicher eh wieder die Raubkopierer!!!



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