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Spielkonsolen-Erfinder vom US-Präsidenten ausgezeichnet

Pong-Ausstellung feiert in Stuttgart Premiere. US-Präsident George W. Bush hat Ralph Baer, den Erfinder des ersten Heimvideospiels, mit dem Orden "National Medal of Technology" ausgezeichnet. Erfinder Baer wurde für seine Leistung im Bereich der Videospiele geehrt.
/ Jens Ihlenfeld
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Der 1922 in Deutschland geborene und 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA geflüchtete Baer gilt als Erfinder der Video-Spielkonsolen. Er hatte im Jahre 1966 damit begonnen, ein Gerät zu entwickeln, mit dem an einem Fernseher Spiele gespielt werden können. Das Ergebnis war 1972 das Odyssey, die erste Spielkonsole, die als Magnavox Odyssey(öffnet im neuen Fenster) später auf den Markt kam. Das auf analogen Schaltkreisen basierende Gerät enthielt ein einfaches Tennisspiel, das später zum Pong-Automaten von Atari führen sollte.

Die Auszeichnung "National Medal of Technology" wird an Persönlichkeiten vergeben, die den "Geist amerikanischer Innovation verkörpern" und die mit ihrem Wirken die amerikanische globale Wettbewerbsfähigkeit gefördert haben. Sie gilt als die höchste US-Auszeichnung im Bereich Wissenschaft und Technologie.

In Stuttgart startet die weltweit erste Werkschau zum Spieleklassiker Pong, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Auch eine von Ralph Baer angefertigte Replika des Prototypen (Brown Box, 1968) für das erste Heimvideospiel ist ebenso zu sehen wie ein original Pong-Automat (Atari, 1972).

Die Ausstellung versammelt über 20 internationale Künstler, die sich mit ihren Arbeiten sehr bewusst am Pong-Mythos abarbeiten. Die Ausstellung zeigt auch, dass selbst in aktuellen Forschungsprojekten Pong als experimentelles Spielfeld genutzt wird, um zukünftige Mensch-Computer-Schnittstellen zu entwickeln.

Organisiert wird die Ausstellung unter anderem vom Computerspiele Museum beim Förderverein für Jugend und Sozialarbeit (fjs e. V.) und dem Württembergischen Kunstverein, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Nach der Premiere in Stuttgart soll die Ausstellung auf Wanderschaft gehen und zur Leipziger Games Convention (23. bis 27. August 2006) und in Bern (17. August 2007 bis 16. September 2007) zu sehen sein.


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