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Mactel-Linux - Linux startet auf Intel-Macs (Update)

Tüftler vom Xbox-Linux-Projekt legt Grundstein für Linux auf Intel-Macs. Ein Mitglied vom Xbox-Linux-Team hat es geschafft, Linux erstmals auf einem Macintosh-Rechner mit Intel-Prozessor zum Laufen zu bringen. Noch ist es bis zum vollständigen Linux zwar noch etwas hin, doch der Kernel des "Mactel-Linux" bootet immerhin schon – und kurz nachdem unser Artikel online ging, funktionierten dann auch die Interrupts und USB.
/ Christian Klaß
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Der auch als "gimli" bekannte, erfolgreiche Xbox-Linux- und Mactel-Linux-Tüftler Edgar Hucek hat es mit Hilfe des EFI-Bootloaders ("elilo"), eines modifizierten Linux-Kernels und einiger modifizierter Treiber geschafft, Linux sowie einige Programme in der initrd (initial RAM disc) auf einem 17-Zoll-iMac mit Core-Duo-Prozessor zu starten. Da Interrupts seit kurzem vorhanden sind, können auch Treiber genutzt werden, USB soll bereits funktioniert haben. Für die Grafikausgabe wird noch ein gehackter vesafb-Treiber verwendet.

Für den Linux-Boot an sich waren keine Modifikationen notwendig, nur zum Herausfinden, wo der Videospeicher liegt, musste Hucek etwas verändern. Noch sei das Ganze ein "ziemlicher Hack", auf Grund der Art, wie elilo gestartet werden muss. Mehr dazu soll in Kürze in einer Anleitung erklärt werden. Auch Quellcodes bzw. Patches sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.

Voll funktionsfähige Linux-Distributionen für Intel-Macs werden also noch eine Weile auf sich warten lassen. Im Moment geht es beim Mactel-Linux-Projekt(öffnet im neuen Fenster) eher um Austausch zwischen Entwicklern, um Wege zu finden, Linux komplett zum Laufen zu bekommen.

Nachtrag vom 16. Februar 2006, 14:25 Uhr:
Kurz nachdem diese News online ging, kam noch eine Nachricht von "gimli", dass Interrupts mittlerweile funktionieren würden und auch USB schon zur Verfügung stünde. Die Meldung wurde entsprechend angepasst.


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