Kommendes Office-Paket aus Redmond hat seinen endgültigen Namen. Das bisher unter dem Codenamen "Office 12" firmierende Office-Paket von Microsoft wird – wenig einfallsreich – als Office 2007 Ende 2006 in die Regale kommen. Als Neuerung dürfen Heimanwender die deutlich preiswertere Schüler- und Studentenversion von Office 2007 einsetzen und müssen nicht mehr auf die teurere Office-Variante zurückgreifen. Nun steht auch fest, welche Ausbaustufen der Office-Suite geplant sind.
Die Konkurrenz der kostenlosen Office-Suite OpenOffice.org scheint Microsoft stark zuzusetzen, denn der Software-Gigant fürchtet offenbar, im wichtigen Heimanwendermarkt Marktanteile an das freie Office-Paket zu verlieren. Anders ist der Schritt kaum zu erklären, dass Office 2007 in der Version für Schüler, Studenten und Lehrkräfte nun ohne Einschränkungen auch von Heimanwendern gekauft und eingesetzt werden darf.
Bereits für Office 2003 wurden die Lizenzbestimmungen für die Studentenversion gelockert und Microsoft erlaubte, dass die Software auf bis zu drei verschiedenen PCs installiert werden durfte, wenn nur einer der Personen des Haushalts ein Lehrer, Schüler oder Student war. Nun wurde diese kaum kontrollierbare Regelung vollends über Bord geworfen und die Studentenversion von Office 2007 kann nun von jedem Heimanwender ohne Einschränkungen erworben und verwendet werden.
Zum Marktstart von Office 2003 verkündete Microsoft Deutschland noch eine Falschinformation , wonach Heimanwendern relativ weitreichende Upgrade-Optionen für den Kauf der Studentenversion von Office 2003 geboten wurden. Bleibt zu hoffen, dass im aktuellen Fall kein ähnlicher Fehler vorliegt.
Derzeit liegen lediglich die US-Preise der geplanten Pakete von Office 2007 vor. Die bereits angesprochene Studentenversion kostet demnach 149,- US-Dollar und umfasst die Textverarbeitung Word, die Tabellenkalkulation Excel, das Präsentationsprogramm PowerPoint und die Notizbuch-Software OneNote in den aktuellen Ausführungen. Das PIM- und E-Mail-Programm Outlook gehört somit nicht mehr zum Lieferumfang des Pakets. Nur über OEM-Kunden wird die Basic-Variante angeboten, die Word, Excel und das PIM-Programm Outlook mitbringt. Die Standardvariante besteht aus Word, Excel, PowerPoint sowie Outlook und kostet 399,- US-Dollar.
Das nächst höhere Paket, Office 2007 Small Business, wechselt für 449,- US-Dollar den Besitzer und besteht aus Word, Excel, PowerPoint, dem DTP-Software Publisher und Outlook samt Business Contact Manager jeweils natürlich in den aktuellen Versionen. Für 499,- US-Dollar erhält man Office 2007 Professional, worin Word, Excel, PowerPoint, Publisher, Outlook mit Business Contact Manager sowie die Datenbank Access enthalten sind.
Für Unternehmenskunden stehen noch zwei weitere Ausbaustufen bereit, die beide auf der Professional-Ausführung aufsetzen. Office 2007 Professional Plus bietet darüber hinaus die Applikation Office Communicator, InfoPath sowie diverse Werkzeuge für den Unternehmenseinsatz. Das größte Paket, Office 2007 Enterprise, enthält zusätzlich dazu noch OneNote sowie die neue Komponente Groove, mit der sich die Zusammenarbeit in Teams vereinfachen lassen soll.