Microsoft erhebt Vorwürfe gegen die EU-Kommission
Die Europäische Kommission habe wichtige Beweise ignoriert, während Microsoft längst die geforderte Dokumentation vorgelegt habe, heißt es von Seiten der Redmonder. Hunderte von Mitarbeitern hätten über 30.000 Stunden daran gearbeitet, eine detaillierte Dokumentation auf mehr als 12.000 Seiten zusammenzustellen. Diese stehe Lizenznehmern zur Verfügung, zusammen mit dem Angebot Microsofts, 500 Stunden technischen Support zu leisten. Auch den Quelltext für alle relevanten Technologien habe man angeboten.
Die Kommission fordert von Microsoft die Dokumentation von Server-Protokollen, so dass Dritte kompatible Software entwickeln können.
Um die eigene Auffassung zu unterstreichen, hat Microsoft zwei Gutachten von Professoren aus Großbritannien und Deutschland beigefügt. Diese sollen belegen, dass die Dokumentation den Industriestandards entspricht.
Microsoft geht aber zugleich zum Gegenangriff über und wirft der Kommission vor, wichtige Informationen ignoriert zu haben. Die Kommission habe monatelang gewartet und Microsoft letztendlich nur wenige Wochen Zeit gelassen, um geforderte Änderungen umzusetzen. Die vorgelegte Dokumentation habe die Kommission vor Ablauf der gesetzten Frist nicht unter die Lupe genommen, obwohl Microsoft die Dokumentation schon am 15. Dezember 2005 zur Verfügung gestellt habe.



