HD-Filmverleih über TV-Datenfunk mit Festplatten-SetTop-Box
Die SetTop-Box, die von LinkSys hergestellt wird, enthält unter anderem einen 200-MHz-Prozessor und verfügt über Anschlüsse wie HDMI, Komponente, S-Video, Komposit-Video und Tonausgänge wie SP/DIF und Stereo.
Die MovieBeam-SetTop-Box wird mit 100 Filmen in verschiedenen Formaten ausgeliefert, die sofort zur Freischaltung zur Verfügung stehen. Das Gerät spielt Windows-Media-9-kodiertes Material mit Dolby-Digital-5.1-Ton ab. Zu den Auflösungen machte der Anbieter keine Angaben. Um HD-Aufnahmen anzusehen, benötigt man einen Fernseher oder Beamer mit HDMI-Eingang.
Dazu besitzt das Gerät eine Telefonbuchse, mit der die Filme, die zwischen 1,99 und 4,99 US-Dollar kosten sollen, freigeschaltet werden. Pro Woche sollen bis zu zehn neue Filme dazukommen. Die MovieBeam-Box kostet knapp 200,- US-Dollar und eine Aktivierungsgebühr von knapp 30,- US-Dollar. Das Gerät empfängt und spielt nicht nur HD-Content, sondern auch Filme in normaler Auflösung ab.
Der Leihvorgang ist ähnlich wie in einer Videothek – man kann den bezahlten Film 24 Stunden lang anschauen, so oft man will. Danach wird wieder eine Tagesgebühr samt erneuter Freischaltung fällig. Eine Mitgliedsgebühr oder eine Mindestabnahmemenge ist nicht vorgesehen. Dafür spart man sich das lästige Zurückbringen der DVDs in die Verleihstation.
Der Service erreicht nach Anbieterangaben derzeit 40 Millionen US-Haushalte. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Atlanta, Baltimore, Boston, Buffalo, Chicago, Cleveland, Dallas, Denver, Detroit, Houston, Jacksonville, Las Vegas, Los Angeles, Memphis, Minneapolis, Nashville, New York City, Orlando, Philadelphia, Phoenix, Portland (Oregon), Salt Lake City, San Antonio, San Diego, San Francisco, Seattle, St. Louis, Tampa und Washington, D.C.
Das Gerät bietet bereits eine Ethernet-Schnittstelle und USB-2.0-Anschlüsse, was die Anwendungsmöglichkeiten später noch erweitern soll. Genauere Angaben dazu machten die Unternehmen aber noch nicht.
Die angebotene Film-Palette(öffnet im neuen Fenster) umfasst hauptsächlich Blockbuster des aktuellen Videothekenprogramms und auch einige ältere Mainstream-Erfolgstitel.
Der Mayfield Fund hat zusammen mit Cisco, Intel und Walt Disney sowie anderen Venture-Capital-Firmen im Februar 2006 noch einmal 48,5 Millionen US-Dollar in das Unternehmen gesteckt, das 2003 von Disney gegründet und dann erst einmal im Sommer 2004 eingemottet wurde.



