Nokia 6070 und 6131: Vollgepackte Einsteiger-Handys
Multimedia für Anfänger: Radio, E-Mail und Kamera. Nokia hat mit dem 6070 und dem 6131 zwei Handys aus der 60er- bzw. 61er-Serie vorgestellt. Kenner vermuten dahinter in der Regel Einsteigergeräte. Damit liegen die Erwartungen erst mal nicht allzu hoch, doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Nokia 6131 als Quadband-Gerät mit ausgefeilten Multimedia-Funktionen wie Megapixel-Kamera, MP3-Player, UKW-Radio, E-Mail-Client und XHTML-Browser. Auch das 6070 bringt für ein Einsteiger-Handy interessante Funktionen wie E-Mail und Radio mit.
Das Nokia 6131 hält in einem silberfarbenen Klappdesign ein für Einsteiger verhältnismäßig reichhaltiges Angebot an Multimediafunktionen bereit: Neben zwei TFT-Displays, die außen auf 128 x 160 Pixeln bis zu 262.144 Farben bzw. innen maximal 16 Millionen Farben bei einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln anzeigen, ist eine 1,3-Megapixel-Kamera an Bord, für die sowohl das Innen- als auch das Außendisplay als Sucher benutzt werden kann.
Die Kamera mit 8fach digitalem Zoom schießt Fotos mit maximal 1.280 x 960 Pixeln Auflösung. Es gibt einen separaten Knopf, der als Auslöser dient, die Fotos können direkt via PictBridge am Drucker rausgelassen werden. Weiter im Multimedia-Angebot des 6131 findet sich ein MP3-Player, der außer OGG kaum ein Format scheut (MP3, MP4, AAC, AAC+, eAAC+, WMA, H.263 sowie H.264) und ein UKW-Radio, das bei Nokia im Low-Budget-Bereich oft spendiert wird.
Für Fotos und Anwendungen stehen 10 MByte interner Speicher zur Verfügung, 1 MByte ist für Kontakte, Notizen und Kalendereinträge reserviert. Den nicht allzu üppigen Speicher kann man bei laufendem Betrieb durch eine microSD-Karte erweitern. Das Mobiltelefon unterstützt Karten mit bis zu 2 GByte, während die meisten Mobiltelefone derzeit nur externen Speicher von bis zu 1 GByte akzeptieren.
E-Mail per POP3 und IMAP4, Instant Messaging, MMS und Push-to-Talk beherrscht das Nokia 6131 ebenfalls. Ein XHTML-Browser steht zum Surfen bereit. Das 6131 versteht Sprachbefehle und kann Sprachnotizen aufzeichnen. Der Datenabgleich mit dem PC findet über die Nokia PC Suite mit USB, Bluetooth oder Infrarot statt.
Die Sprechzeit des Quad-Band-Handys (850/900/1.800/1.900 MHz) wird mit bis zu 3,4 Stunden angegeben, während der Akku im Bereitschaftsmodus rund 10 Tage durchhält. Der Musik-Player soll bis zu 12 Stunden am Stück durchhalten. Wann das 92 x 48 x 20 mm große und 112 Gramm wiegende Nokia 6131 auf den Markt kommen und wie viel es kosten soll, ist noch nicht bekannt.
Das ebenfalls neu vorgestellte Nokia 6070 fällt in die Kategorie klassisches Einsteiger-Handy. Das Triband-Gerät (900/1.800/1.900 MHz), das auch das in Deutschland nicht unterstützte EDGE beherrscht, zählt als Highlight eine VGA-Kamera, ein UKW-Radio und Sprachwahl auf. Das Handy ist mit 105,4 x 44,3 x 18,6 mm zwar nicht gerade extrem feingliedrig gebaut, doch dafür fällt das Gerät mit 88 Gramm recht leicht aus. Das CSTN-Display (128 x 160 Pixel) unterstützt bis zu 65.536 Farben. An Bord sind wieder ein XHTML-Browser, ein E-Mail-Client, Push-to-Talk und eine Infrarotschnittstelle.
Das Nokia 6070 ist laut Hersteller bis zu 3 Stunden lang gesprächsbereit, im Stand-by-Betrieb verharrt es bis zu 12,5 Tage. Die 16 MByte interner Speicher sind bescheiden und können auch nicht erweitert werden – es handelt sich eben doch um ein Einsteigermodell. Auch bei diesem Gerät steht noch nicht fest, wann und zu welchem Preis Nokia das Handy in die Läden bringen will. [von Yvonne Göpfert]