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Rotes Kreuz: Schluss mit Emblemnutzung in Spielen

Unautorisierte Verwendung nicht erlaubt. David Pratt vom kanadischen Roten Kreuz hat einen Brief an eine Anwaltskanzlei in Vancouver geschickt, die mehrere Spieleentwickler vertritt und verlangt von der Spieleindustrie die sofortige Einstellung der Verwendung des Emblems des Roten Kreuzes in Spielen. Dies geht aus einem Bericht des Onlinemagazins gamelaw.org(öffnet im neuen Fenster) hervor, dem der Brief im Wortlaut vorliegt.
/ Andreas Donath
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Das weltbekannte Emblem wird beispielsweise in First-Person-Shootern auf so genannten Health-Packs verwendet. Pratt betonte, dass nicht nur das kanadische Rote Kreuz, sondern auch die anderen Rote-Kreuz-Organisationen(öffnet im neuen Fenster) der Verwendung nie zugestimmt hätten. Die unautorisierte Verwendung(öffnet im neuen Fenster) ist nach der Genfer Konvention vom 12. August 1949 untersagt.

Nachdem Kanada Unterzeichner der Genfer Konvention(öffnet im neuen Fenster) ist, steht die Verwendung des Emblems ausschließlich dem Medical Corps der kanadischen Streitkräfte und der Canadian Red Cross Society zu. Dieses alleinige Verwendungsrecht spiegelt sich auch in kanadischen Gesetzen wider.

Die Verwendung des Emblems in Spielen sei deshalb ein Bruch internationalen und nationalen kanadischen Rechts. Dies gelte beispielsweise auch für das US-amerikanische Recht. Der Brief beinhaltet auch eine vermutlich undurchsetzbare Forderung an die Videospielindustrie und die Publisher, eine ausführliche Kampagne über die Aufgaben und die Schutzrechte des Roten Kreuzes ins Leben zu rufen.

Man sei sich natürlich bewusst, dass man wenig tun kann, die bisherigen Rechtsverletzungen zu beheben, doch will man mit den Spieleentwicklern in eine Diskussion treten, damit verhindert wird, dass das Emblem in Zukunft verwendet wird. So könnten teure Rechtsstreitigkeiten vermieden werden, schrieb David Pratt vom kanadischen Roten Kreuz.


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