Online-Werbemarkt wächst rasant
Für das Jahr 2006 haben die Online-Vermarkter nun ihre Prognose auf ein Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Euro nach oben ausgeweitet. "Das einzig Negative an dieser Entwicklung ist, dass es Ende 2005 zum ersten Mal zu einer Verknappung von Werbeflächen auf einigen reichweitenstarken Webseiten gekommen ist" , zeigte sich der OVK-Vorsitzende Christian Muche (Yahoo Deutschland GmbH) hoch erfreut über die Entwicklung der letzten Monate.
Mit rund 535 Millionen Euro entfällt der Großteil der Umsätze auf die klassische Online-Werbung, also die grafischen Werbemittel und das Sponsoring. "Die beliebtesten Werbeformen waren im vergangenen Jahr vor allem großformatige Werbeformen wie Super-Banner und Rectangles. Dank zunehmender Bandbreiten beobachten wir aber einen Trend zu Bewegtbild-Werbung wie Streaming-Ads und Flash-Animationen, der sich 2006 ganz sicher weiter verfestigt" , so Christian Muche.
An zweiter Stelle rangiert mit rund 245 Millionen Euro die Suchwort-Vermarktung. Hier wurde ein Jahreszuwachs von 123 Prozent verzeichnet. Die Preise für einzelne Suchbegriffe wie Versicherungen, Computing, Handy oder auch Essen und Trinken haben sich innerhalb des letzten Jahres annähernd verdoppelt. Ebenfalls ein respektables Wachstum von 75 Prozent auf 105 Millionen Euro Werbeumsatz erzielten die Affiliate-Netzwerke.
Die am stärksten beworbenen Produktgruppen werden von den Online-Dienstleistungen selbst angeführt. Auf dem zweiten und dritten Rang finden sich Telekommunikation und Finanzen. Der Automarkt rangiert knapp hinter dem E-Commerce auf Platz fünf.
Vergleicht man Online-Werbung mit anderen Gattungen wie Funk, Print und Plakat, in denen die Werbewirtschaft 2005 ein ungefähr fünfprozentiges Wachstum verzeichnen konnte, sind die Steigerungsraten prozentual bei der Online-Werbung enorm hoch. Nominell überwiegen die althergebrachten Werbegattungen aber bei weitem. Als wesentliche Gründe für den Werbe-Boom im Online-Bereich sieht man die Verbreitung breitbandiger Internetanschlüsse, die zunehmende Nutzungsintensität und die steigende Akzeptanz des Online-Kaufs.



