Anpfiff für das erste TV-Handy von Samsung

Wie bei Nokias TV-Handy N92 kann der Nutzer auch beim Samsung SGH-P900 das 2,2-Zoll-TFT-Display einfach um 90 Grad ins Querformat drehen. Der hochauflösende QVGA-Bildschirm (Quarter Video Graphics Array) zeigt die Fernsehbilder auf 240 x 320 Bildpunkten und mit maximal 262.144 Farben scharf, kontrastreich und wie Samsung versichert ohne Flimmern. Zum Vergleich: Das N92 verfügt über ein 2,8-Zoll-Display und zeigt darauf 16 Millionen Farben. Die Fernsehbilder werden mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde dargestellt.
Gegenwärtig prüft Samsung das mobile Fernsehen auf dem SGH-P900 in einem Feldtest in Deutschland und Frankreich. Samsung plant die Markteinführung des SGH-P900 für das zweite Quartal 2006 – voraussichtlich kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Ein Gerätepreis wurde noch nicht genannt. Fußballfans können sich aller Voraussicht nach also bereits vor dem Eröffnungsspiel am 9. Juni 2006 zwischen Deutschland und Costa Rica von der Qualität des mobilen Fernsehens überzeugen.
Eine USB-Schnittstelle und Bluetooth stehen zur Datenübertragung zur Verfügung, auch PictBridge zum direkten Drucken von Fotos vom Handy aus wird unterstützt. Außerdem verfügt das Handy über einen TV-Ausgang, einen nicht näher spezifizierten Internetbrowser, Organizer-Funktionen sowie eine Reihe weiterer Büroanwendungen. Dies ist auch beim N92 der Fall.
Beim Speicher punktet wieder das Samsung SGH-P900 gegenüber dem N92: Während das N92 nur über 90 MByte freien internen Speicher verfügt, bietet das P900 eine Speicherkapazität von 128 MByte. Eine Speichererweiterung ist mit MicroSD-Karten möglich. Wie viel externer Speicher beim Kauf mitgeliefert wird, hat Samsung nicht verraten. Das Samsung-Handy misst 94,5 x 47,5 x 26,6 mm. Nokias N92 bringt da mit 107 x 58 x 25 mm ein paar mehr cm mit. Mit 124 Gramm wiegt das Samsung-Modell auch 67 Gramm weniger als der Nokia-Konkurrent.
Das SGH-P900 wird auf dem laufenden 3GSM World Congress in Barcelona präsentiert. [von Yvonne Göpfert]