RIM: BlackBerry-Workaround soll NTP-Patent umgehen
RIM gibt sich selbstbewusst: Es gebe derzeit keine Verfügung, die eine Änderung des Systems erfordert und man habe gute Argumente gegen eine solche Verfügung. Dennoch habe das Unternehmen einen "Workaround" entwickelt, um einer möglichen Verfügung ausweichen zu können, sollte diese im Streit um die Verletzung von NTP-Patenten durch RIMs BlackBerry erlassen werden.
Man sei dennoch auch weiterhin an einer gütlichen Einigung mit NTP interessiert und bereit, NTP finanziell zu entschädigen. NTPs öffentliches Angebot an RIM lehnt dessen Co-CEO Jim Balsillie aber ab, es sehe eine pauschale Vergütung vor, die auch dann anfalle, wenn das US-Patent- und Markenamt die Patente von NTP für nichtig erklärt.
Mit der Alternativ-Software, deren Entwicklung RIM nun abgeschlossen hat, will das Unternehmen seinen Kunden lediglich eine Notfalllösung bieten. Zudem will RIM so den Druck auf NTP erhöhen, könnte das Unternehmen durch den Umstieg doch allen künftigen Lizenzforderungen aus dem Weg gehen.
Der Workaround soll sich durch ein Software-Update installieren lassen und die Leistung oder den Funktionsumfang der Geräte nicht beeinträchtigen. Es gehe im Kern nur um einen sehr kleinen Bereich der Software.
Das Ganze bezeichnet RIM als "Multi-Mode Edition", denn solange es keine Verfügung gegen das Unternehmen gibt, können die Geräte wie bisher weiter betrieben werden. Sollte RIM der Betrieb aber unteragt werden, könne das eigene Network Operations Center (NOC) die davon betroffenen Geräte in einen "US-Modus" schalten, der nicht gegen NTPs Patente verstoße. Das entsprechende Update will RIM später unter blackberry.com/workaround(öffnet im neuen Fenster) zum Download zur Verfügung stellen.