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OpenOffice.org will unabhängig werden (Update)

Sun soll OpenOffice.org an eine Stiftung übergeben. Das Projekt OpenOffice.org steht nach wie vor unter großem Einfluss durch Sun, das einst den Quellcode von StarOffice geöffnet hat. Die Urheberrechte liegen letztendlich in weiteren Teilen noch immer bei Sun, doch OpenOffice.org-Projektleiter Louis Suarez-Potts drängt auf Unabhängigkeit, berichtete VNUnet. Suarez-Potts hat diese Darstellung mittlerweile dementiert.
/ Jens Ihlenfeld
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Sun soll die Kontrolle über OpenOffice.org und die Rechte an der Office-Suite an eine unabhängige gemeinnützige Stiftung abgeben, forderte Louis Suarez-Potts gegenüber VNUnet(öffnet im neuen Fenster) . Idealerweise sollte ein Open-Source-Projekt nicht von Launen eines einzelnen Unternehmens abhängen, so Suarez-Potts. Allerdings hält Sun nicht nur die Rechte an OpenOffice.org, auch zahlreiche Entwickler der Software sind bei dem Unternehmen angestellt.

Ein OpenOffice.org unter dem Dach einer unabhängigen Stiftung würde es dem Projekt eher ermöglichen, auch mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten, die Zugehörigkeit zu einem Unternehmen sei eher hinderlich, so Suarez-Potts weiter. Er räumt aber ein, dass dies ein großes Opfer von Sun verlangt.

Heute leide OpenOffice.org unter den Reibereien zwischen Sun und IBM. Dies halte IBM davon ab, sich stärker für OpenOffice.org zu engagieren, was nach Ansicht von Suarez-Potts dem Projekt deutlichen Aufwind geben könne.

Nachtrag vom 9. Februar 2006, 13:10 Uhr:
Gegenüber Andy Updegrove hat Louis Suarez-Potts die Darstellung auf VNUnet dementiert: Er habe in dem Interview nicht gefordert, dass Sun die Kontrolle an OpenOffice.org abgeben soll. Nach seiner Ansicht habe Sun gar keine Kontrolle über das Projekt, sondern halte lediglich die Urheberrechte am Quelltext und beschäftige die meisten Entwickler.


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