IBM stellt Cell-Blade vor
Der von IBM, Sony und Toshiba auf Basis der Power-Architektur entwickelte Cell-Prozessor verfügt über einen 64-Bit-Prozessorkern mit Power-Architektur sowie acht so genannte "synergetische Prozessorkerne" und soll mit bis zu 4 GHz laufen.
IBMs neues Cell-Blade-System soll von den Chips vor allem bei Aufgaben wie 3D-Rendering, Kompression und Verschlüsselung profitieren und als Basis für anspruchsvolle visuelle Echtzeit-Applikationen dienen. Ab dem dritten Quartal 2006 will IBM entsprechende Systeme allgemein anbieten, in Einzelfällen sollen die Systeme aber schon jetzt zu haben sein.
Neu ist zudem das BladeCenter H, das sich durch besonders hohe Bandbreite auszeichnen soll. Mit bis zu 40 GBit/s soll jedes einzelne Blade in dem System angebunden sein, wobei 14 Blades in ein Gehäuse passen. Hier können auch die neuen Cell-Blades eingesetzt werden. Zudem gibt es aber auch neue Blades mit Dual-Core-PowerPC-Prozessoren und besonders stromsparende Modelle mit Intels neuen Dual-Core-Prozessoren, womit vermutlich der Core Duo gemeint ist.
Zugleich gab IBM aber auch den Startschuss für eine neue Industrie-Initiative namens Blade.org(öffnet im neuen Fenster) , an der rund 40 Unternehmen beteiligt sind. Neben IBM sind auch Intel und AMD mit dabei. Gemeinsam sollen neue Technologien für die nächste Generation von Blades entwickelt werden. Aus diesem Anlass gab IBM auch die Spezifikationen für sein BladeCenter H frei.
Zu den Themen, an denen unter dem Dach von Blade.org gearbeitet wird, zählen zudem virtualisierte, gehostete Clients, also Desktop-Umgebungen, die eigentlich auf einem Server ablaufen, sowie spezielle Lösungen für den Bankensektor.