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EU will keine Normen für interaktives Digital-TV einführen

Markt regelt Standardisierung allein. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass es von staatlicher Seite keine Notwendigkeit gibt, die Entwicklung des interaktiven Digitalfernsehens mit verbindlichen technischen Normen zu flankieren. Der Markt würde dies durch eigene und freiwillige Standardisierungen selbst schaffen.
/ Andreas Donath
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Die Europäische Kommission hatte in einer Mitteilung über die Interoperabilität des interaktiven digitalen Fernsehens bekräftigt, dass die Mitgliedsstaaten weiter die Verwendung offener interoperabler Standards fördern sollten.

"Ich möchte die Verbreitung des digitalen Fernsehens in Europa beschleunigen" , sagte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. "Unsere Politik geht dahin, Investitionen zu fördern und für die Innovationsfreiheit der Unternehmen einzutreten. Dank immer zahlreicherer technischer Lösungen ist die Interoperabilität glücklicherweise kein großes Hindernis für das interaktive Fernsehen mehr. Dies zeigt, dass in Europa erfolgreich Standards für das digitale Fernsehen entwickelt wurden, was zur Folge hat, dass die Käufer von Fernsehgeräten den größten Nutzen aus ihrer Investition ziehen können."

Das interaktive digitale Fernsehen beinhaltet einen Rückkanal, über den der Zuschauer mit dem Fernsehanbieter kommunizieren kann – beispielsweise, um sich an Spielen zu beteiligen. Dabei ist eine Standardisierung der dafür notwendigen Technik im Haushalt, aber auch bei den Datenformaten notwendig. Die EU-Kommission setzt sich dabei für eine offene, interoperable API ein.

Nach Angaben der Kommission sind in Europa über 47 Millionen Digitalempfänger in Gebrauch, von denen 26 Millionen eine herstellereigene API besitzen und rund 4 Millionen über MHP verfügen, was von der Kommission als offener interoperabler Standard anerkannt wird.


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