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Opera 9 - Norwegischer Browser aufgemotzt

Vorabversion von Opera 9 mit BitTorrent-Funktion ist da. Am gestrigen 6. Februar 2006 hatte Opera angekündigt , dass die zweite Vorabversion von Opera 9 mit BitTorrent-Unterstützung ausgestattet sein wird. Ab sofort ist diese Alpha-Version verfügbar, die darüber hinaus zahlreiche Neuerungen bringt: Neben der vorab durchgesickerten Widget-Unterstützung und der Webseitenvorschau zählt dazu ein neuer Inhaltsfilter, um unerwünschte Inhalte auszublenden.
/ Ingo Pakalski
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Wie bereits angekündigt , wurde BitTorrent so in Opera 9 integriert, dass sich Downloads über das Suchenfeld leicht ausfindig machen lassen. Der Download wird dann im bisherigen Download-Manager abgewickelt, so dass sich der Nutzer an keine neue Bedienung gewöhnen muss, um diese Neuerungen nutzen zu können. Für den Anwender unterscheiden sich BitTorrent-Downloads daher nicht von herkömmlichen http- oder ftp-Downloads.

Außerdem unterstützt Opera 9 nun Widgets, worüber kleine Miniprogramme bereitstehen, welche im Falle von Opera die Rendering Engine des norwegischen Browsers nutzen. Diese Miniprogramme können beliebig auf dem Bildschirm positioniert werden, um die darüber gebotenen Informationen ständig im Blick zu haben. Zudem verhindert eine Pin-Funktion, dass sich Widgets versehentlich verschieben. Eine Reihe von Widgets stehen bereits zur Wahl, weitere werden wohl bald folgen. Als weitere, bereits durchgesickerte Neuerung bietet Opera 9 nun eine Webseitenvorschau, die erscheint, wenn man den Mauspfeil einige Sekunden über einem geöffneten Tab hält. Das soll helfen, bei mehreren geöffneten Tabseiten den Überblick zu behalten.

Mit einem Inhaltsfilter lassen sich neuerdings bestimmte Bereiche einer Webseite ausblenden, die man dazu bequem mit der Maus auswählt. Die betreffenden Seitenbereiche werden dann künftig von Opera ignoriert und nicht mehr dargestellt, wobei die Einstellungen global oder gezielt für eine Webseite vorgenommen werden können. Mit dieser Funktion lassen sich etwa Werbebanner ausblenden. Darüber hinaus wurde der Pop-up-Blocker optimiert, der lästige Werbe-Pop-Ups effizienter als bisher bekämpfen soll.

Nachdem bereits die erste Alpha-Version von Opera 9 seitenspezifische Einstellungen bot, wurde dieser Funktion nun eine entsprechende Oberfläche spendiert, die bislang noch fehlte. Darüber kann für einzelne Webseiten bestimmt werden, wie sich eine Seite optisch präsentiert und welche Möglichkeiten der Webseite eingeräumt werden. Damit lässt sich etwa individuell die Anzeige von Bildern beeinflussen oder man kann bestimmten Webseiten die Ausführung von JavaScript oder die Annahme von Cookies verbieten. Die gewünschten Einstellungen können über die Schnellkonfiguration (F12) vorgenommen werden.

Die mit der ersten Alpha-Version eingeführte Einstellungsoption "opera:config" zur umfangreichen Browser-Konfiguration verfügt nun über eine Suchmöglichkeit und wurde an verschiedenen Stellen überarbeitet und verbessert. Durch Eingabe von "opera:config" in der Browser-Adresszeile lassen sich Konfigurationen vornehmen, die bislang nur durch Editieren der Opera.ini-Datei möglich waren.

Als weitere Neuerung lassen sich nun endlich eigene Suchmaschinen für einen Direktzugriff in Opera einbinden, ohne dafür separate Software zu bemühen oder die Search.ini manuell zu bearbeiten. Ferner unterstützt der Quelltext-Editor in Opera nun Syntax-Highlighting, so dass Befehle optisch hervorgehoben werden. Als kleine Neuerung öffnet sich ein neues Tab, wenn alle geöffneten Webseiten in einer Browser-Instanz geschlossen werden, um den Aufruf einer neuen Webseite zu erleichtern.

Auch die E-Mail-Funktionen wurden weiter überarbeitet, was vor allem für die neuen IMAP-Funktionen gilt. Außerdem warnt Opera nun, falls versucht wird, eine E-Mail mit leerer Betreffzeile zu verschicken. Unter der Haube wurde weiter an der Verbesserung der Rendering-Engine sowie der CSS-Unterstützung gearbeitet, um hier eine größere Standardübereinstimmung zu erreichen. Den Acid2-Test(öffnet im neuen Fenster) besteht aber auch die aktuelle Vorabversion von Opera 9 noch nicht ganz.

Wer die Alpha-Version von Opera 9 ausprobieren will, kann diese in englischer Sprache für Windows(öffnet im neuen Fenster) , Linux(öffnet im neuen Fenster) oder MacOS X(öffnet im neuen Fenster) herunterladen. Da es sich hierbei um eine Testversion handelt, können darin noch zahlreiche Fehler enthalten sein, so dass diese Version nicht im Produktiveinsatz verwendet werden sollte. Außerdem ändert sich mit Opera 9 das Datenbankformat für E-Mails, so dass man nicht ohne weiteres zu Opera 8 zurückwechseln kann. Die Opera-Version für MacOS X wurde bereits so angepasst, dass der Browser ohne Emulation auch direkt auf Intel-Maschinen laufen wird.


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