IBM plant Power6-Prozessoren mit über 5 GHz
IBM will dies unter anderem dadurch erreichen, dass die zentrale Taktsteuerung der Komponenten verbessert wurde und nun mit Taktraten von über 5 GHz arbeiten kann. Dabei sollen Arbeitszyklen im Betrieb korrigiert werden können. Jeder Prozessor-Kern soll zudem einen 64 KByte großen Dual-Read-8-Wege-Assoziativen-Daten-Cache aufweisen, der aus vier 16 KByte-SRAMs und 2 Set-Prediction-Makros besteht und mit Taktraten von bis zu 5,6 GHz arbeiten könne.
Die mit über 4 GHz getakteten Fließkomma-Einheiten des Power6 sollen dank nur einer Pipeline-Stufe für Single Precision und sieben Stufen für Double Precision weniger Wartezeiten mit sich bringen. Mit doppelter Genauigkeit ausgeführte Fließkomma-Berechnungen sollen dabei meist schon nach der sechsten Pipeline-Stufe vollendet sein und weitergegeben werden, die siebte Pipeline-Stufe wird also demnach eher selten genutzt.
Die in 65-nm-Technik gefertigten Power6-Prozessoren sollen ab 2007 in IBM-Rechnern zu finden sein, lassen also noch etwas auf ich warten. Bis dahin kann IBM noch die aktuelle Power5+-Architektur ausreizen, die gerade erst 2,2 GHz erreicht. IBMs Plänen zufolge sollen beim in 90-nm-Technik gefertigten Power5+ erst gegen Ende 2006 bis zu 3 GHz erreicht werden. Die Power6-Prozessoren werden also eine deutliche Taktratensteigerung mit sich bringen – und sollen dennoch sehr sparsam sein, wie IBM verspricht.



