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BitTorrent - Verschlüsselung gegen Bandbreiten-Drosselung

... stößt bei BitTorrent-Entwickler Bram Cohen auf wenig Gegenliebe

Die Entwickler der beiden BitTorrent-Clients Azureus und µTorrent haben - zum Unbill von BitTorrent-Erfinder Bram Cohen - eine Verschlüsselungsfunktion integriert, mit der BitTorrent-Datenpakete schwerer erkannt werden sollen. Dies soll sich dann auswirken, wenn Provider versuchen, mittels installierter Filtersysteme per "Traffic Shaping" die Bandbreite einzuschränken.

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Das µTorrent-Team hat Ende Januar 2006 seinen BitTorrent-Client µTorrent mit der Version 1.4.1-beta (Build 407) mit einer Verschlüsselungsfunktion versehen - aktuell ist Build 412. Das Java-basierte Azureus folgte Anfang Februar 2006 mit der Version 2.3.0.7, wobei verschlüsselte Verbindungen auch zwischen µTorrent- und Azureus-Clients aufgebaut werden können sollen.

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Neben einer reinen Header-Verschlüsselung ist bei dem als Message Stream Encryption bezeichneten Verfahren auch eine komplette, aber aufwendigere Verschlüsselung der Datenpakete möglich. Der BitTorrent-Client BitComet ist ebenfalls um eine Verschlüsselungsfunktion erweitert worden, diese ist aber zu der von µTorrent und Azureus derzeit nicht kompatibel.

Cohen sieht in einer, seine Datenpakete verschleiernden Version von BitTorrent gar keinen Vorteil, da nur wenige Provider gegen massenhafte, mittels BitTorrent ausgeführte Downloads vorgehen würden und die Traffic-Shaping-Tools bereits so fortschrittlich seien, dass sie ohne allzu viel Probleme auch BitTorrent-Übertragungen mit verschleierter Paket-Identifizierung ermitteln könnten. Außerdem würden dem BitTorrent-Nutzer zu Gute kommende Provider-seitige BitTorrent-Caches ausgeschaltet.

Auch anonyme BitTorrent-Downloads würden durch die Header- oder Paket-Verschlüsselung Cohen zufolge nicht möglich, auch wenn es anders vermutet werden könnte - zumindest nicht, wenn BitTorrent-Tracker eingesetzt werden. Zudem kritisiert Cohen, dass die Verschlüsselung eine deutlich stärkere Prozessor-Belastung mit sich bringt und dass Inkompatibilitäten zwischen Clients mit und ohne Verschlüsselung entstehen könnten.

Wenn denn eine Verschlüsselung unbedingt sein muss, so sollte dies Cohen zufolge als Erweiterung im Tracker-Protokoll erfolgen, so dass der jeweilige Client dem Tracker mitteilen könne, ob eine Verschlüsselung unterstützt wird. "Der Tracker sollte generell die Kontrolle behalten", so Cohen, Änderungen am BitTorrent-Protokoll selbst sieht er hingegen mit Unbehagen.

In seinem Blog teilt Cohen seine Meinung unmissverständlich mit: "[...] wenn es um Provider geht, so ist Verschleierung eine Kombination aus Böswilligkeit, Unprofessionalität und Schädigung. Softwareprojekte, die Qualität über 'Featuritis' stellen, versuchen meistens solche Dinge zu vermeiden, insbesondere wenn ihre potenzielle Effektivität eher einem Spucken ins Gesicht des Gegenübers gleichkommt als einem konkreten Nutzungsvorteil." Damit bringt er indirekt auch seine Sorge zum Ausdruck, dass letztlich das BitTorrent-Protokoll durch die Verschlüsselung mehr an Ansehen verlieren könnte.

Das Filesharing-Protokoll BitTorrent wird zwar massenhaft für die Verbreitung illegaler Kopien eingesetzt, findet aber Anwendungsgebiete auch in der legalen, effizienten Verbreitung von Daten - seien es Linux-Distributionen, Spiele-Demos oder World-of-Warcraft-Patches.

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ruxkor 26. Feb 2006

die aktuell verwendete verschlüsselung von azureus und µTorrent basiert auf RC4, einem...

Linux-Anwender 07. Feb 2006

Wer Schnell und gleichzeitig Anonym filesharen will solte sich mal Nodezilla anschauen...

Ashura 07. Feb 2006

Leider kann ich hierzu nichts genaueres sagen, dazu müsstest du Bram Cohen schon selbst...

Depp 06. Feb 2006

manchmal kommen sie her... das merkt man dann aber ganz schnell. und immer wenn das...


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