Diskussion um AVMs Closed-Source-Treiber für Linux
Stein des Anstoßes ist der E-Mail von Schmidt zufolge eine Änderung am Linux-Kernel von Greg Kroah-Hartman, die in die Entwicklung des kommenden Kernels 2.6.16 eingeflossen ist. Sie sorge dafür, dass nur noch USB-Treiber, die unter der GPL stehen, vom Kernel geladen werden können. Sollte dies so bleiben und es nicht mehr möglich sein, Nicht-GPL-Treiber für USB unter Linux zu nutzen, werde AVM seine Linux-Unterstützung einstellen müssen, heißt es in der E-Mail(öffnet im neuen Fenster).
Doch allzu vertrackt scheint die Situation gar nicht zu sein. Kroah-Hartman zeigt sich offen für Gespräche. Er sei willens, das Problem mit AVMs Treibern zu lösen, heißt es in seiner Antwort(öffnet im neuen Fenster) auf Schmidts E-Mail. Dass AVMs Treiber ein Problem mit der Änderung bezüglich der USB-Treiber haben würden, war ihm zuvor nicht bewusst.
Kroah-Hartman verweist aber auch auf die Möglichkeit, die USB-Treiber im User-Space zu implementieren, die dank usbfs/libusb dann noch immer die volle Geschwindigkeit des USB-Bus nutzen könnten. Zudem habe dies den Vorteil, dass die Treiber auch unter diversen BSD-Derivaten und evtl. sogar unter Windows ohne Änderungen genutzt werden könnten.
Die eigentliche Diskussion um Closed-Source-Treiber für Linux ist aber nicht neu. Im November 2005 veröffentlichte Kroah-Hartman einen Patch auf der Linux-Kernel-Mailinglist (LKML), der den Zugriff auf den PCI-Bus nur noch für GPL-Treiber erlauben würde, "Closed-Source-Treiber" hätten das Nachsehen. Dies war damals aber nur als Warnung an die Entwickler von Closed-Source-Treibern gedacht.
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