Flaches Symbian-UIQ-Smartphone von Sony Ericsson mit UMTS
M600i mit kompakter Tastatur, 80 MByte Speicher und M2-Steckplatz. Anlässlich des kommende Woche startenden 3GSM World Kongresses in Barcelona hat Sony Ericsson neben dem P990i nun ein weiteres Symbian-Smartphone mit UMTS-Technik aber ohne Kamera vorgestellt. Das M600i weist eine kompakte Tastatur auf, ist wie bei Sony Ericsson üblich mit Symbian UIQ bestückt und besitzt einen großflächigen Touchscreen, was alles in einem für diese Leistungsdaten flachen Gehäuse von 15 mm steckt.
Im Unterschied zu den bisherigen Symbian-Smartphones von Sony Ericsson wie etwa dem P990i enthält das M600i keine vollwertige Mini-Tastatur. Stattdessen wurde eine kompakte Variante gewählt, die ähnlich strukturiert ist wie bei RIMs BlackBerry 7100 . Das bedeutet, dass sich zwei Buchstaben ein Tastenfeld teilen, womit sich Texteingaben immer noch einfacher eingeben lassen sollen als über eine herkömmliche Zifferntastatur, um so etwa bequem E-Mails zu beantworten oder Notizen einzugeben. Allerdings wurde das Gehäuse durch die Kompakttastatur im Vergleich etwa zum P990i nicht schmaler, sondern blieb unverändert bei einer Breite von 57 mm.
Dafür besticht das M600i durch die sehr flache Bauweise, so dass das Smartphone nur 15 mm misst und 107 mm hoch ist. Bedient wird das Symbian-Smartphone über die Tastatur, über das an der Seite befindliche 3-Weg-Jog-Dial oder über das 2,6-Zoll-TFT-Touchscreen, das bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln bis zu 262.144 Farben liefert. Alternativ zur Tastatur können Texteingaben auch über den Touchscreen vorgenommen werden, was dann per Handschriftenerkennung erfolgt. Für eine vereinfachte und beschleunigte Eingabe springt eine Rechtschreibkorrektur samt Wortvervollständigung ein.
Für Daten und Applikationen steht ein interner Speicher von 80 MByte bereit, der per Memory Stick Micro (M2) erweitert werden kann. Eine passende M2-Karte mit 64 MByte Kapazität liegt dem Gerät bei. Das Mobiltelefon weist zudem eine USB-Massenspeicherfunktion auf, so dass es an den PC angeschlossen wie ein externes Laufwerk mit Daten bestückt werden kann. Als Betriebssystem setzt Sony Ericsson beim M600i auf SymbianOS 9.1 mit der Software-Plattform UIQ 3.0.
Der Software-Umfang schließt ein Office-Paket ein, um unterwegs Word-, Excel- oder PowerPoint-Dokumente bearbeiten zu können. Für vollwertiges Webbrowsing liegt Opera 8 bei, der per Small-Screen-Rendering umfangreiche Webseiten an das kleinere Smartphone-Display anpasst. Auch ein RSS-Reader, Macromedias Flash Lite, ein PDF-Reader sowie ein VPN-Client von Certicom gehören zum Lieferumfang. Ferner fehlt nicht der obligatorische Media-Player zur Wiedergabe von MP3-Daten sowie ein Instant-Messaging- und E-Mail-Client.
Um den Wünschen von Unternehmenskunden entgegenzukommen, werden derzeit verschiedene mobile E-Mail-Lösungen für das neue Symbian-Smartphone adaptiert. Neben der Unterstützung von RIMs BlackBerry Connect gehören dazu: AlteXia, Ericsson Mobile Office (EMO), iAnywhere Onebridge, Intellisync, Microsoft Exchange ActiveSync, Seven sowie Visto.
Zusätzlich zu den UMTS-Fähigkeiten unterstützt das Mobiltelefon die drei GSM-Netze 900, 1.800 sowie 1.900 MHz und GPRS einschließlich HSCSD. Zu den weiteren Leistungsdaten zählen MMS-Unterstützung, Java MIDP 2.0 samt 3D-Spielen, Sprachaufzeichnung, eine Freisprechfunktion, eine Infrarotschnittstelle sowie Bluetooth einschließlich Stereo-Unterstützung.
Das 112 Gramm wiegende Smartphone erreicht mit einer Akkuladung im GSM-Betrieb eine Sprechdauer von 7,5 Stunden und hält im Bereitschaftsmodus etwa 14 Tage durch. Wie bei UMTS-Geräten üblich erhöht sich der Akkuverbrauch beim Einsatz im UMTS-Netz zum Teil drastisch. So beträgt die von Sony Ericsson angegebene Gesprächszeit im UMTS-Betrieb nur noch 2,5 Stunden, während der Stand-by-Betrieb immerhin mit etwa 10 Tagen angegeben wird.
Sony Ericsson will das Symbian-Smartphone M600i in den Farben Granite Black und Crystal White im zweiten Quartal 2006 auf den Markt bringen. Eine Preisangabe machte der Hersteller noch nicht.