Goodmail: Planen AOL und Yahoo E-Mail-Porto?

Zahlende Kunden sollen "CertifiedEmail" in die Postfächer der Kunden liefern

Wer E-Mails an Nutzer von AOL und Yahoo verschicken will, wird dies auch weiterhin tun können. Wer dies aber in größeren Mengen tut, z.B. weil er Werbung versendet und sicherstellen will, dass diese nicht in den Spam-Filtern der Anbieter hängen bleibt, wird künftig zur Kasse gebeten.

Artikel veröffentlicht am ,

Bereits im Oktober 2005 kündigte die Firma Goodmail eine Zusammenarbeit an. Nun steht die Umsetzung zumindest bei AOL kurz vor der Tür, berichtet die Marketing-Website ClickZ.com.

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Dahinter verbirgt sich zunächst einmal ein System, das E-Mails von Goodmail-Kunden in die Postfächer von AOL- und Yahoo-Nutzern befördert, versehen mit einem kryptografischen Stempel, so dass diese E-Mails beim Nutzer als "CertifiedEmail" erscheinen, samt aller aus externen Quellen eingebundenen Bildern. Dies erlaubt dem Versender dann auch wieder herauszufinden, ob eine E-Mail geöffnet wurde, denn derzeit werden externe Bilder aus Sicherheitsgründen zumeist nicht angezeigt, zumindest in den Standardeinstellungen. Dazu soll es auch Plug-Ins für Outlook und Outlook Express geben.

Diesen besonderen Service lässt sich Goodmail nun aber von den Versendern bezahlen. Derzeit bietet AOL zu diesem Zweck ein Whitelist-Programm an. Während ClickZ.com berichtet, dieses solle zu Gunsten der Goodmail-Lösung auslaufen, wurde dies aus gut informierten Kreisen gegenüber Golem.de dementiert - beide Angebote sollen parallel laufen.

Es ist also nicht ganz klar ob, wer künftig Werbung oder andere Massensendungen an AOL oder Yahoo verschicken will, auf den Dienst von Goodmail zurückgreifen und fortan eine Art Porto für E-Mails entrichten muss. Dagegen, dass nur noch ein Massenversand über Goodmail möglich ist, sprechen auch die Richtlinien von Goodmail, nach denen sich E-Mail-Versender qualifizieren müssen. Dazu müssen E-Mail-Versender z.B. mindestens ein Jahr tätig sein, ihren Sitz in den USA oder Kanada haben und es dürfen nur wenige Beschwerden über E-Mails ausgehend von den IP-Adressen des Absenders vorliegen.

Die Akkreditierung soll 399,- US-Dollar kosten, wobei Goodmail bis zum 30. Juni 2006 dies zum Sonderpreis von 199,- US-Dollar anbietet. Wie hoch das E-Mail-Porto genau sein wird, verrät Goodmail nicht. Die Rede ist von einem Bruchteil eines Cents, doch auch dies könnte für viele Versender ohne direkte Verkaufsabsichten zu viel sein. Gemeinnützigen Organistionen will man den Dienst kostenlos zur Verfügung stellen, zumindest für 2006.

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SHADOW-KNIGHT 09. Feb 2006

Hallo Anwaltskanzleien dieser Welt, das ist doch DAS Fressen für euch! Wie legal ist...

The_Strip 09. Feb 2006

Es ist gedacht, dass der Spammer Yahoo/AOL Geld bezahlt, damit dessen Spam nicht mehr...

Anonymer Nutzer 07. Feb 2006

Na, überhaupt kein Problem. AOL kann man ja für verdammt viel Geld in den USA verklagen...

Phil o'Soph 06. Feb 2006

Einfach auf den Kryptographieteil filtern und schon ist man einen Teil der Werbung...

Billy Idle 06. Feb 2006

daß der gelbe Schneckenpostriese das auch einführt. Je mehr "Post" jemand breitzustreuen...



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