Spieletest: Shadow of the Colossus - Ungewöhnlicher Trip

Inoffizieller Nachfolger zu ICO

Als Sony vor ein paar Jahren ICO veröffentlichte, passierte genau das, was meist mit innovativen Videospielkonzepten geschieht: Die Kritiker waren begeistert und überschütteten das Programm mit Lob, die Käufer hingegen ignorierten den Titel weitgehend und ließen ihn zu einem kommerziellen Flop werden. Die Entwickler entmutigte das allerdings nicht: Mit "Shadow of the Colossus" legen sie jetzt eine Art inoffiziellen Nachfolger zu ICO vor - und auch der ist eine Videospielerfahrung, die alles andere als gewöhnlich ist.

Artikel veröffentlicht am ,

Shadow of the Colossus (PS2)
Shadow of the Colossus (PS2)
Die Hintergrundgeschichte von Shadow of the Colossus ist schnell erzählt: Ein Held trauert über den Tod seiner Angebeteten, bahrt sie in einem mysteriösen Tempel auf und ist bereit, sein Leben dafür zu geben, um sie wieder zu erwecken. Eine Möglichkeit dafür scheint es auch wirklich zu geben: 16 mächtige Kolosse müssen, einer nach dem anderen, besiegt und getötet werden - dann soll die Dame wieder die Äuglein aufschlagen. Auf dem Rücken seines Pferdes macht man sich also auf, die immens weitreichenden Areale der Fantasy-Welt zu durchstreifen, immer auf der Suche nach dem nächsten schwergewichtigen Kontrahenten.

Inhalt:
  1. Spieletest: Shadow of the Colossus - Ungewöhnlicher Trip
  2. Spieletest: Shadow of the Colossus - Ungewöhnlicher Trip

Shadow of the Colossus (PS2)
Shadow of the Colossus (PS2)
Was sich auf den ersten Blick vielleicht wie eine etwas fantasielose Aneinanderreihung von Endgegnerkämpfen anhört, entwickelt schon nach den ersten Spielminuten einen ungewöhnlichen, fast schon morbiden Charme, was vor allem auf das ungewöhnliche Gamedesign zurückzuführen ist. Hier gibt es keinerlei Charaktere außer dem Held, seinem Pferd und den Kolossen - auch wenn man minutenlang die düsteren Landschaften, Täler und Seen durchstreift, wird man niemandem begegnen, keine Gespräche führen und auch keine Rätsel im herkömmlichen Sinne lösen. Höchstens ein paar Vögel sind ab und zu wahrzunehmen - ansonsten herrscht vollkommene Isolation.

Die wenigen Elemente, die dem Spieler an die Hand gegeben werden, bedeuten daher auch deutlich mehr, als zunächst klar ist. Das eigene Schwert etwa, mit dem man in den Kampf zieht, fungiert auch als Kompass, der auf der Suche nach dem nächsten Koloss Auskunft gibt, indem es einen Lichtstrahl aussendet, sobald man es in die Sonne hält. Und das eigene Pferd ist nicht nur ein allseits treuer Begleiter, der die langen Wege durch die gleichermaßen trostlos und faszinierend anmutende Welt verkürzt, sondern verfügt auch über einen eigenen Willen, der an manchen Stellen im Spiel durchaus hilfreich ist.

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Spieletest: Shadow of the Colossus - Ungewöhnlicher Trip 
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Siraquell 24. Feb 2006

Hier sollem Comments zum Artikel rein und nicht dein belangsloses Geplapper über die PS3...

~realistica~ 07. Feb 2006

Qualitativ würde ich BenQ empfehlen. Die stellen viele Ihrer Geräte auch in Öster...

^Andreas... 07. Feb 2006

Ich - aber die Grafik war da ja nun auch wirklich nicht von schlechten Eltern, besonders...

~The Judge~ 07. Feb 2006

Georg22 schrieb als Fazit seiner Aussagen: Sehr weise Worte die ich gerne in folgender...



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