Boykott-Aufruf gegen StarForce-Kopierschutz

StarForce bestreitet Computerprobleme durch Kopierschutz

Zahlreiche Computerspiele verwenden einen Kopierschutz der russischen Firma StarForce, der auf manchen PC-Systemen zu Problemen führen soll. Aus diesem Grunde wurde eine Boykott-Webseite gestartet, um sich gegen diese Unwägbarkeiten zur Wehr zu setzen. StarForce bestreitet aufgrund des Kopierschutzes aufretende Probleme und hatte erst kürzlich zu einem Wettbewerb aufgerufen, solche Fehler zu belegen.

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Die Webseite "Boycott StarForce" beklagt etwa, dass der von StarForce entwickelte Kopierschutz Systeme instabiler mache und auch zu Hardware-Ausfällen führen kann. Besonders CD- und DVD-Laufwerke seien davon betroffen, denn der Kopierschutz sorgt dafür, dass Datenpakete gezielt verloren gehen. Das wiederum bringt Windows XP dazu, die Geschwindigkeit von CD- und DVD-Laufwerken zu drosseln, was sich besonders beim Brennvorgang negativ bemerkbar macht. Zudem könne das bei CD-DVD-Kombilaufwerken dazu führen, dass die Laufwerke gar nicht mehr reagieren, heißt es auf der Webseite.

Da sich der StarForce-Kopierschutz als Treiber in das System einnistet, machen sich die negativen Auswirkungen auch bemerkbar, wenn das betreffende Spiel gar nicht läuft, erläutert Boycott StarForce. Die Boykott-Seite beklagt außerdem, dass der StarForce-Treiber mit Systemrechten versehen ist, was wiederum Schadsoftware dazu missbrauchen könnte, sich erhöhte Systemrechte zu verschaffen.

Über die StarForce-Website OnlineSecurityON wird zwar ein Lösch-Werkzeug zum Entfernen des StarForce-Kopierschutzes angeboten. Das Entfernen des Kopierschutzes bedeutet dann aber auch, dass die betreffenden Spiele nicht mehr lauffähig sind. "Boycott StarForce" listet alle derzeit bekannten Spieletitel auf, die mit dem StarForce-Kopierschutz versehen sind. Zu den populären Titeln zählen Area 51, Colin McRae Rally 2005, King Kong, Prince of Persia: The Two Thrones, Silent Hunter 3, Splinter Cell 3: Chaos Theory, Worms 4: Mayhem und X3: Reunion.

Der Blog-Schreiber Boing Boing hat bereits den Zorn von StarForce auf sich gezogen, weil er über die Boykott-Webseite berichtet hat. Die auf der Boykott-Seite genannten Probleme durch den StarForce-Kopierschutz wurden von ihm allerdings unglücklicherweise als Tatsachen hingestellt, was StarForce dazu bringen könnte, einen Beleg für die Anschuldigungen zu verlangen. StarForce hat Boing Boing nun mit einer Klage gedroht und will den Fall der amerikanischen Bundespolizei (FBI) melden. Der Boing-Boing-Blogger hat den E-Mail-Verkehr darauf hin an Chilling Effects weiter gereicht, einer Organisation, die sich um Fälle kümmert, in denen Firmen versuchen, Kritiker mundtot zu machen.

Mitte Dezember 2005 rief StarForce einen mit 10.000 US-Dollar dotierten Wettbewerb aus, der noch bis zum heutigen 31. Januar 2006 läuft. Anwender werden in dem Wettbewerb aufgerufen, reproduzierbare Beweise für Probleme mit dem StarForce-Kopierschutz zu belegen. Dies muss aber auf den Rechnern von StarForce geschehen, die allesamt in Moskau stehen.

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starforcefuck 02. Feb 2007

dafür habe ich halflife für xBOX nix kopierschutz und son scheiß das leuft auch noch in...

Klaus Mettwurst 17. Jun 2006

DAzu kann ich auch nur eines Sagen, nie wieder eine Software mit Starforce. bei mir...

RR_1 09. Feb 2006

Hab ne Frage und zwar: Bei GT Legends - muss man ja einen Aktivierungscode eingeben um...

Armitage 06. Feb 2006

Früher : Tolle Packung, gedrucktes (und meistens hübsches) Handbuch, ein oder zwei...



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