OpenVZ: Linux-Virtualisierung überarbeitet
Bisher funktionierte OpenVZ nur mit dem verhältnismäßig alten Linux-Kernel 2.6.8, der sich nach Aussagen der Entwickler als stabiler als neuere Versionen erwiesen hatte. Mit der neuen Betaversion wird der Abstand zur aktuellen Version des offiziellen Linux-Kernels aber deutlich verkürzt und so basiert OpenVZ jetzt auf dem Kernel 2.6.15.1. In Zukunft soll OpenVZ noch öfter an aktuelle Kernel-Versionen angepasst werden, kündigte Projekt-Manager Kir Kolyshkin an.
Die neue Version unterstützt zusätzliche Hardware und behebt Fehler im Zusammenhang mit AMDs Dual-Core-Prozessoren. Auch die x86-64-Implementierung und das Speichermanagement sollen verbessert worden sein und Administratoren können einzelnen Virtual Private Servern (VPS) nun unterschiedliche I/O-Raten zuweisen. Neben der Unterstützung für Bind-Mounts lässt sich auch in Echtzeit die Größe von Ext3-Partitionen ändern und das Filesystem in Userspace (FUSE), mit dem Nutzer unabhängig vom Kernel eigene Dateisysteme erstellen können, wird ebenfalls unterstützt.
Des Weiteren soll die neue Version die Konfliktbehandlung verbessern, so dass nur ein Benutzer von mehreren auf ein Dokument zugreifen darf. Auch das Kommandozeilen-Werkzeug "vzctl" zur Steuerung der virtuellen Server ist in einer neuen Version verfügbar, die ebenfalls Fehler korrigiert.
Mit OpenVZ lassen sich so genannte Virtual Private Server auf einem physikalischen Server installieren, die alle einen Kernel nutzen. Dies soll die Anforderungen an die Hardware minimieren und somit zu hoher Leistung führen. Im Unterschied zu anderen Virtualisierungslösungen wie Xen wird allerdings nur Linux – sowohl als Host als auch als Gastsystem – unterstützt.
Der neue Kernel sowie die zum Betrieb notwendigen Werkzeuge stehen ab sofort für x86 und x86_64 zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.