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Kernel-Guard soll gegen Rootkits schützen

Kernel-Modul verhindert das Laden von weiteren Modulen. Nach seiner Rootkit-Demonstration für den Linux-Kernel 2.6 stellt der Informatikstudent Amir Alsbih nun auch eine Gegenmaßnahme bereit. "Kernel-Guard" verhindert das Laden weiterer Module, selbst wenn ein Nutzer über Root-Rechte verfügt. Rootkits können somit nicht mehr installiert werden.
/ Julius Stiebert
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Bisher war es schwierig, Kernel-Rootkits unter dem Linux-Kernel 2.6 zu implementieren, da dieser die Systemcall-Tabelle nicht mehr exportiert. Die Adressen der Systemcalls sind daher nicht bekannt und können nicht manipuliert werden. Im Vorfeld des 22C3 schafften es Amir Alsbih und "Newroot" dann aber doch, ein entsprechendes Rootkit zu entwickeln, eine überarbeitete Version veröffentlichte Alsbih mittlerweile.

Nun hat er mit " Kernel-Guard(öffnet im neuen Fenster) " auch ein Modul vorgestellt, dass Systeme mit Kernel 2.6 vor Rootkits schützen soll und dabei selbst eine Art gutartiges Rootkit ist. Kernel-Guard verhindert das Laden weiterer Module, auch durch den Root-Nutzer. Wird es nach allen benötigten Modulen noch beim Bootvorgang geladen, soll das System so abgesichert sein, da ein Angreifer sein Rootkit nicht installieren kann – zumindest so lange das System nicht neu gestartet wird und dabei Kernel-Guard nicht mehr lädt.

Damit eignet es sich vor allem für Server, die mit einer festgelegten Konfiguration laufen, bei der das Nachladen von Modulen nicht notwendig ist, die so aber gegen Angriffe geschützt werden können.


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