Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft mit Rekordumsatz, aber Xbox 360 drückt Gewinn

Spielesparte schreibt rote Zahlen, MSN-Gewinn bricht ein. Microsoft konnte im zurückliegenden Quartal einen Umsatz von 11,84 Milliarden US-Dollar und damit 9 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres erzielen. Das ist der bislang höchste Umsatz, den das Unternehmen jemals ausweisen konnte. Der Nettogewinn lag bei 3,65 Milliarden US-Dollar bzw. 0,34 US-Dollar pro Aktie, was einer fünfprozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht.
/ Andreas Donath
83 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Microsofts Finanzchef Chris Liddell hob hervor, dass man bei den Grundprodukten des Unternehmens vor allem im Serverbereich und Werkzeugen sowie bei den Client-Produkten zulegen konnte. Auch die erstmals in die Zahlen eingeflossenen Verkäufe von Xbox 360, SQL Server 2005, Visual Studio 2005 und Microsoft Dynamics CRM 3.0 seien extrem positiv, betonte das Unternehmen.

Der Bereich "Server and Tools" erzielte einen um 14 Prozent höheren Umsatz, wobei der darin enthaltene Umsatz mit dem SQL Server um 20 Prozent anstieg. Im Client-Bereich wuchsen die Umsätze von 3,193 auf 3,459 Milliarden US-Dollar (plus 8 Prozent) und im Segment "Information Worker", zu dem unter anderem die Office-Anwendungen gehören, von 2,825 auf 2,979 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 5 Prozent entspricht.

Im Geschäftsbereich "Home and Entertainment" erzielte man einen Umsatzzuwachs von 13 Prozent und erwirtschaftete einen Verlust von 293 Millionen US-Dollar. Microsoft gibt insgesamt 1,5 Millionen verkaufte Xbox-360-Konsolen weltweit an, wovon 0,9 Millionen allein in Nordamerika und 0,5 Millionen in der EMEA-Region verkauft wurden. In Japan sind es nur 100.000 Geräte. Mehr als die Hälfte der Geräte soll einen Xbox-Live-Zugang haben. Von der Xbox 1 wurden weltweit 24 Millionen Stück abgesetzt.

Der Umsatz bei MSN hingegen brach mit 2 Prozent im Jahresvergleich leicht ein. Der Gewinn rutschte von 130 auf 58 Millionen US-Dollar. Zwar stiegen dort die Werbeumsätze um 12 Prozent, doch das Zugangsprovidergeschäft brach um 33 Prozent ein. Mittlerweile gibt Microsoft 230 Millionen aktive Hotmail- und 205 Millionen aktive Messenger-Konten an. Der Umsatz im Segment Windows Mobile stieg um 24 Prozent und im Embedded-Bereich gar um 64 Prozent. Diese Sparte wirft damit erstmals Gewinn ab.

Für das laufende Quartal erwartet Microsoft Umsätze in Höhe von 10,9 bis 11,2 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn pro Aktie von 0,32 bis 0,33 US-Dollar. Für das Gesamtbilanzjahr, das am 30. Juni 2006 endet, erwartet man Umsätze im Bereich von 44 bis 44,5 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn je Aktie in der Spanne von 1,28 und 1,31 US-Dollar.


Relevante Themen