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DSL: Rausschmiss von Power-Usern erreicht Massenmedien

Plusminus über 1&1 und Kabel Deutschland. Seit geraumer Zeit erzürnt das Vorgehen von DSL-Flatrate-Anbietern einige Nutzer, denn wer zu viel Datenverkehr verursacht, passt nicht in das Raster der Anbieter, die mit immer niedrigeren Flatrate-Preisen locken. Nun griff das ARD-Magazin Plusminus das Thema auf und beleuchtete das Vorgehen von 1&1 und Kabel Deutschland.
/ Jens Ihlenfeld
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Während 1&1 seit längerem Vielnutzern eine Abfindung von 100,- Euro bietet, wenn sie den Provider verlassen und nicht wiederkommen, geht Kabel Deutschland laut Plusminus(öffnet im neuen Fenster) wohl etwas rabiater zur Sache und schmeißt Kunden, die zu viel Traffic verursachen, nach erfolgter Mahnung auch einmal raus. Die Vielnutzer bringen die Kalkulation der Anbieter ins Wanken.

Plusminus thematisierte dies in seiner Sendung am Dienstag, dem 24. Januar 2006, am Beispiel von Pensionär Bernd Brockfeld, der viel im Internet unterwegs ist und sich daher für einen Flatrate-Tarif entschieden hat. Doch bei 1&1 ist er mit einem Datenvolumen von bis zu 100 GByte im Monat falsch, man bot ihm die übliche Abfindung von 100,- Euro an, wenn er den Provider verlässt. Für den Anbieter ist dies anscheinend günstiger als Herrn Brockfeld auch weiterhin für unter 10,- Euro im Monat surfen zu lassen.

Laut Plusminus haben rund zwei Drittel der Vielsurfer bei 1&1, die ein solches Angebot erhalten haben, dies auch angenommen und sich damit zugleich verpflichtet, "zukünftig keinen DSL-Flat-Tarif von Unternehmen der United Internet Gruppe mehr zu bestellen."

Dem Bericht zufolge sind mittlerweile auch die Verbraucherzentralen auf das Vorgehen aufmerksam geworden: "Nach einer Abmahnung droht nun die Klage" , heißt es bei Plusminus.

Rabiater schildert Plusminus das Verhalten von Kabel Deutschland im Fall der Familie Böttchers, die einen Internetzugang mit 8 MBit/s vom Kabelnetzbetreiber nutzt. Sollte die Familie künftig ihr Datenvolumen nicht senken, werde der Vertrag gekündigt.


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