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Linux-Entwickler diskutieren GPL v3

Linux-Kernel ist dediziert unter der GPL v2 lizenziert

Nachdem die Free Software Foundation einen ersten Entwurf für eine überarbeitete GNU General Public Licence (GPL) vorgelegt hat, begann auf der Linux-Kernel-Mailingliste (LKML) eine Diskussion darüber. Linux ist derzeit dediziert unter der GPL v2 lizenziert und könnte somit inkompatibel zu Version 3 der Lizenz werden. Einen Konsens über eine Neulizenzierung gibt es jedoch noch nicht.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der GPL kommt nicht nur große Bedeutung zu, da sie die Open-Source-Lizenz mit der größten Verbreitung ist, sondern auch weil viele Projekte unter der "GPL 2.x oder neuer" lizenziert sind, so dass für sie bei Erscheinen automatisch die GPL v3 gilt. Linus Torvalds hingegen hat den Linux-Kernel explizit unter der GPL v2 lizenziert. Dies warf nach Veröffentlichung des ersten Entwurfs der GPL v3 die Frage auf, ob unter den Linux-Entwicklern ein Konsens über den Wechsel zur GPL v3 bestehe.

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Stephen Hemminger von den Open Source Development Labs (OSDL) stellte daraufhin klar, dass einem Wechsel zur GPL v3 jeder zustimmen müsste, der schon einmal Code zum Kernel beigetragen habe. Patrick McLean antwortete darauf, dass diese Zustimmung aller Entwickler unmöglich eingeholt werden könne, da einige von ihnen bereits tot seien.

Dies sei allerdings nicht zwangsläufig ein Problem, so Kernel-Guru Alan Cox. Sehr wenige Entwickler würden ihren Code ausschließlich unter der GPL v2 lizenzieren und Torvalds hätte den entsprechenden Hinweis im Code eigenmächtig abgeändert, so Cox weiter. Cox vertritt ohnehin die Ansicht, dass es viel zu früh sei, um sich über diesen Schritt Gedanken zu machen. Vielmehr solle erst abgewartet werden, ob die GPL v3 eine gerechte Lizenz werde oder nicht. Dann könne auch ein Konsens unter den Entwicklern gefunden werden.

Die GPL verlangt, dass, wer Software unter der GPL verteilt, auch den Quelltext zur Verfügung stellen muss. 1991 wurde sie zum letzten Mal von Richard Stallman geändert. Die neue Version greift unter anderem die Themen "Patente" und "DRM" auf und soll im Frühjahr 2007 erscheinen, bis dahin können sich die Linux-Entwickler überlegen, ob der Kernel weiterhin explizit unter der GPL v2 vertrieben wird.



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MuhGNU 24. Jan 2006

Ob die GPL3 ein Problem sein wird oder nicht, steht noch garnicht fest und trotzdem...

MuhGNU 24. Jan 2006

Die Kosten eines Produktes haben nichts mit der Lizenz eines Produktes zu tun.


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